[Hörspiel] DIE DREI FRAGEZEICHEN 188 – SIGNALE AUS DEM JENSEITS

Eigentlich wollte Bob nur Justus sprechen, doch dann soll er eine Meinungsverschiedenheit von Tante Mathilda und Onkel Titus entscheiden. Mathilda ist von der wahrsagenden TV-Astrologin Astrala angetan, während Titus es für Humbug und Halsabschneiderei hält. Und ehe Bob was sagen kann sitzt er mit Mathilda auf dem Sofa und schaut die besagte Sendung ‚Karma Hour‘. Zwar ist Astrala nicht zu sehen, doch plötzlich stellen sich seine Nackenhaare auf. Ihre Stimme weckt keine guten Erinnerungen. Sie gehört der ehemaligen Psychologin Clarissa Franklin, die den DREI FRAGEZEICHEN und besonders ihm einst Probleme machte. Geschockt verabschiedet er sich und sucht den TV-Sender auf. Warum und was er erwartet, weiß er eigentlich nicht. Dort trifft er Franklin und sie unterhalten sich. Dabei schlägt er vor sie nach Hause zu fahren. Plötzlich ertönt ein Schuss und Franklin schreit auf. Bob will er angeschossenen helfen, doch bevor er wird er niedergeschlagen. Ein Telefonat von Justus weckt ihn. Nach einer Schilderung der Ereignisse kommen Justus und Peter hinzu. Von einer Verletzten fehlt jede Spur, weshalb sie an der Haustür klingeln. Franklin öffnet und leugnet das Ereignis. Bob ist verwirrt und zweifelt. Kann es sein, das Franklin wieder mit seinem Verstand spielt oder ist er besessen von ihr?

Fazit:
Psychospielchen gibt es bei den DREI FRAGEZEICHEN selten. Mit vielen Wendungen und seltsamen Situationen wird mit dem Verstand der drei Jungs gespielt. Dies baut Spannung und Erwartungen auf. Man könnte nun die Geschichte zwischen Bob und Clarissa Franklin als Trilogie beschreiben, so traf er auf sie bereits in ‚Stimmen aus dem Nichts‚ (76) und ‚Rufmord‚ (99). Kaum zu glauben, dass das erste Treffen 1997 war und nun 20 Jahre her ist. Auch Laura Stryker beschäftigte die DREI FRAGEZEICHEN bereits in ‚Insektenstachel‚ (97). Alle wie auch SIGNALE AUS DEM JENSEITS stammen aus der Feder von André Minninger. Dieser ist übrigens bis heute für die Hörspiel-Manuskripte und die Effekte verantwortlich und arbeitet dabei mit Regisseurin Heikedine Körting zusammen. Die Fälle mit Clarissa Franklin waren immer gefährlich, wie auch diesmal.
Der Titel SIGNALE AUS DEM JENSEITS und auch die Beschreibung der Handlung auf dem Backcover deuten auf die geheimnisvolle Astrala hin, die zutreffende Wahrsagungen äußert. Dies wird in der TV-Sendung und bei Bobs ersten Treffen mit Franklin aufgegriffen, aber dann hat es nichts mehr mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Zwar gibt es eine Auflösung, doch die wird so nebenbei geäußert. Schade, dies hat einfach viel versprochen und hätte mehr im Mittelpunkt stehen können. Ebenfalls Schade ist das wirre Ende. Zum einen will man Erwachsene Elemente benutzen und stuft sie dann auf Kinderlevel zurück.
Als Hörspiel ist alles sehr gut mit dichter Atmosphäre umgesetzt und spannend inszeniert. Hierzu tragen natürlich die großartigen Sprecher viel bei. Gemeint sind nicht nur Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, sondern ebenfalls Judy Winter als Franklin und Regina Lemnitz als Laura Styker. Gastsprecher Christian Concilio war als Sax Sandler bereits in ‚Der letzte Song‚ (183) dabei. Einen kurzen Auftritt hat sogar Oliver Kalkofe.
Ein atmosphärisch dichtes Hörspiel mit einem spannenden und gefährlichen Psychospiel. Durch die Vergangenheit von Bob und Franklin ist es mehr ein Bob Abenteuer und es tut der Serie gut, mal einem der Fragezeichen mehr Tiefe zu geben. Schade sind einige Wirren und die Balance in der Geschichte, diese hätten besser gelöst werden können. Selbst ohne dies DREI FRAGEZEICHEN Spannung pur.

Daten:
Autor: André Minninger
Label: Europa – Länge: 80 Min.

Siehe: [Hörspiel] DIE DREI FRAGEZEICHEN 97 – INSEKTENSTACHEL
Siehe: [Hörspiel] DIE DREI FRAGEZEICHEN 99 – RUFMORD

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