[Film] UNDERWORLD: BLOOD WARS

Gejagt von Vampiren und Werwölfen. Vampirin und Todeshändlerin Selene ist ständig im Kampf und ist froh wenigstens in David und seinem Vater, dem Vampirältesten Thomas Verbündete zu haben. Mit dem Lykaner Marius werden sie zu einer großen Bedrohung der traditionellen Vampirclans. Er weiß es die Werwölfe zu organisieren und strategisch gegen die Erzfeinde einzusetzen. So dezimiert er ihre Elitekrieger und so schlägt Thomas zusammen mit der Ältesten Semira vor, Seline zu begnadigen, damit sie als erfahrene Todeshändlerin neue Krieger auszubilden. Nicht viele Möglichkeiten stimmt der Rat und auch Seline zu. Sie ahnt nicht in eine Falle von Semira gegangen zu sein, die nur die Macht des Clans übernehmen will. Semiras Versalle Varga tötet ihre Schüler und hängt dies ihr an. So wird sie erneut zur Ausgestossenen. Zusammen mit David flieht sie zu einer alten Clanfestung im verschneiten und vereisten Norden, dicht gefolgt von Marius und seinen Lykanern. Alles scheint nach Semira’s Plan zu verlaufen.

Fazit:
Handlungstechnisch schließt BLOOD WARS direkt an AWAKENING an, in der Seline in einer weiten Zukunft von ihrem Geliebten Michael getrennt erwachte. Die Lykaner hatten die Vampire in den Untergrund gedrängt, noch dazu musste Seline erfahren, inzwischen eine Tochter zu haben. Dies wird aber nur oberflächlich benutzt, man ist auf der Suche nach der Tochter von der Seline nicht einmal weiß, wo sie sich befindet. Letztlich spielt sie auch keine Rolle. Szenarientechnisch ist es zurück zu Teil Eins mit alten Burganwesen und spektakulären Kämpfen. Diese werden logischerweise mit modernsten Waffen geführt. BLOOD WARS besitzt eine Menge neuer Ideen, leider verfliegen diese im Anflug und werden kaum richtig ausgespielt. Das Budget ist gering und so konzentriert sich die Geschichte auf Wesentliche. Seline’s Begegnung mit der mystischen Parallelwelt bleibt zum Beispiel ungesehen. Trotz Verschwörung, zahlreichen Kämpfen und der Versuch sich auf den Kern von UNDERWORLD zu konzentrieren, bleibt es dabei. Da kann auch eine Kate Beckinsale nichts machen. Sie sieht zwar Cool aus und hat entsprechende Szenen, aber es reicht nicht. Regisseurin Anna Foerster hat bisher nur Serien inszeniert, darunter Criminal Minds und Outlander, legt aber ein solides Kinodebüt hin. Sie versucht dem Stil der Serie gerecht zu werden. Leider ruckeln die Zeitlupenaufnahmen und nehmen sich so die Besonderheit. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie lediglich normal gedreht wurden und nur künstlich verlangsamt wurden.
Trotz solider Geschichte und Inszenierung, fehlt allem irgendwie das Herz. Es wurde mit zu vielen Ideen gespielt, die wegen dem geringen Budget nicht genutzt werden konnten. Die Darsteller sind gut gewählt und Kate Beckinsale erfreut, mehr aber auch nicht.

Daten:
Label: Sony Pictures
Regie: Anna Foerster
Darsteller: Kate Beckinsale, Theo James, Lara Pulver, Charles Dance
Musik: Michael Wandmacher – Kamera: Karl Walter Lindenlaub
Länge: 91 Min. / Jahr: 2016

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