[Film] THOR: TAG DER ENTSCHEIDUNG

Thor wird von düsteren Albträumen geplagt, die Unheil heraufbeschwören, weshalb er selbst die tiefste Hölle aufsucht, um Informationen zu bekommen. Zurück auf Asgard entlarvt er Loki sich durch ein Trugbild als dessen Vater Odin auszugeben und zwingt ihn den alten Mann aufzusuchen. Dieser geniesst seine letzten Tage auf der Erde und erklärt kurz vor seinem Tod, das er damit leider das Siegel brechen werde, welche Thor’s ältere Schwester Hela, Göttin des Todes, in ihrem Gefängnis hält. Kaum verstorben erscheint Hela und fordert ihr Herrscherrecht. Thor will es ihr nicht kampflos geben und muss geschockt erleben, wie sie seinen Hammer zerstört. Er kann Hela’s Rückkehr nach Asgard nicht aufhalten und wird mit Loki in die Tiefen des Weltraums geschleudert. Er landet auf dem Müllplaneten Sarkaar und wird von der Söldnerin Valyre gefunden. Sie verkauft ihn an den herrschenden Grandmaster, der zur Belustigung seines Volkes Gladiatorenkämpfe veranstaltet. Währenddessen beginnt Hela auf Asgard ihre Rache und vernichtet die Armeen. Nur ein kleiner Widerstand unter Heimdall verbleibt. Thor wird zum Gladiator hergerichtet und steht vor dem bislang ungeschlagenen Krieger … Hulk. Sogleich ist Thor begeistert seinen Freund vor sich zu haben und sieht sogleich die Chance mit ihm zusammen Hela entgegenzutreten und Asgard zurückzuerobern. Leider machen Hulk die Wettkämpfe Spaß und er scheint sich nicht an seinen Avenger Kollegen zu erinnern. Auf Thor wartet viel Arbeit.

Fazit:
Kurz gesagt THOR 3 ist bunter, lustiger und abgedrehter als die vorherigen Teile. Von der Handlung gab es bereits in AVENGERS: AGE OF ULTRON und DR. STRANGE Andeutungen und so hat Steven Strange alias Benedict Cumberbatch einen Gastauftritt. Gleichzeitig ist die Geschichte simpel gehalten. Hela will Rache und Thor muss sie besiegen, da gibt es keine Tiefe. Dies braucht der Film auch nicht. Er besinnt sich den Figuren und spielt mit ihnen. Keiner nimmt sich ernst und wenn es stimmt, ließ Regisseur Taika Waititi seinen Schauspielern viel Freiraum und Texte improvisieren. Dies führt zu einer gelungenen Lockerheit und eben reichlich Humor. Weil Thor alleine nicht viel ausrichten kann und Loki nicht zu trauen ist, darf der Hulk kräftig mitmischen. Dies funktioniert hervorragend, besonders da sich Chris Hemsworth und Mark Ruffalo toll ergänzen. Cate Blanchett ist gerade durch ihre schwarze Haarmähne und dunklen Augen, sowie ihrem überzeichneten Spiel ein wunderbar erfrischender Bösewicht. Ebenso hat Jeff Goldblum als Grandmaster spürbare helle Freude seinen Charakter übertrieben zu behandeln. Dazu mischt sich eine farbenfrohe Optik, gemischt mit epischen Bildern und gut inszenierten Kämpfen. Insbesondere der zeitlupenartige Angriff der Walküren auf Hela erinnert an bekannte Gemälde über den ‘Ritt der Walküren’.
Regisseur Taika Waititi ist ein sehr unterhaltsamer und actionreicher Film gelungen, der sich bewußt nicht zu ernst nimmt. Dies wird von der farbenfrohen Bildgewalt, der Musik und den spielfreudigen Darstellern unterstützt. Daraus hat sich der beste Teil der Reihe entwickelt.

Daten:
Label: Walt Disney Studios Motion Pictures
Regie: Taika Waititi
Darsteller: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Cate Blanchett, Tessa Thompson
Musik: Mark Mothersbaugh – Kamera: Javier Aguirresarobe
Länge: 130 Min. / Jahr: 2017

 

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