[Film] THE EQUALIZER 2

Robert McCall hat zwar seine Geheimdienstarbeit hinter sich gelassen, doch mit seinen alten erlernten Fähigkeiten hilft er nun einfachen Menschen in Not. Diesen begegnet er häufig bei seiner Arbeit als freier Chauffeur. Als ein paar Jugendliche aus reichem Hause ein misshandeltes Mädchen in seinem Auto abladen, kann er nicht anders als diese in ihre Schranken zu weisen und auf seine Art zu belehren. Er soll kürzer treten, regt ihm seine gute Freundin Susan Plummer an, doch sie hat ebenso als hochrangige CIA-Beraterin damit zu ringen. Dann werden ein Undercover CIA Agent und seine Frau im belgischen Brüssel tot aufgefunden. Susan und der DIA Offizier Dave York sollen die Untersuchungen vor Ort durchführen. Alles sieht normal aus, doch dann wird Susan in ihrem Hotelzimmer überfallen und ermordet. Als McCall davon erfährt, ist er geschockt und verspricht seinem Freund und Susan’s Mann Brian sich der Angelegenheit anzunehmen. Dafür reist er nach Brüssel und entdeckt sogleich, dass der Agent ermordet wurde und Susan dies wohl aufgedeckt hat. Hat der Verantwortliche sie deshalb ermordet? Kaum zurück in den Vereinigen Staaten gerät auch McCall ins Ziel der Killer, aber er weiß sich zu helfen und dreht den Spieß um. So beginnt er die Jagd für Rache.

Fazit:
Vier Jahre nach dem ersten Film wird Robert McCall’s Geschichte weiter erzählt. Zum Ende damals hat er erkannt, dass es ihm gut tut, Menschen in Not zu helfen. Dies beweist er gleich am Anfang und hier zeigt sich erneut der eingeführte Filmstyle, der McCall definiert. Die Inszenierung ist spannend und dramatisch in den richtigen Momenten. Trotz zahlreicher Actionszenen, sind diese auf die direkte Konfrontation also Mann gegen Mann ausgelegt. Gerade hierdurch bleibt die persönliche Note erhalten. Denzel Washington zeigt McCall noch immer mit seinen zahlreichen Eigenheiten, wie sein spezielles Ordnungssystem, aber gerade so bleibt er dem Zuschauer nahe. Als Gegenspieler wurden die richtigen Darsteller ausgewählt, die sich gut mit ihm ergänzen und unberechenbar erscheinen. Leider gibt es auch eine große Schwäche, die eigentliche Handlung ist kurz gehalten, einfach gestrickt und vorhersehbar. Wirkliche Überraschungen und Wendungen, die gerne dabei hätten sein können, gibt es nicht. Lediglich die wunderbare Inszenierung hält die gute Unterhaltung und lässt dieses fast vergessen. Hier zeigt sich, das Antoine Fuqua (The Equalizer, Die glorreichen Sieben) einen hervorragenden Job gemacht hat. Auch Harry Gregson-Williams tolle Musik mit dem bereits bekannten Theme unterstützt dabei.
Mit einer sehr persönlichen Geschichte um Robert McCall wird ein packender Rachefeldzug in visueller Verpackung präsentiert. Zwar schwächelt die eigentliche Handlung, aber die wunderbare Inszenierung hält die dramatische und spannende Unterhaltung hoch. Dazu harmonieren die großartigen Schauspieler und bringen Lebendigkeit hinzu. Brauchst Du Hilfe, dann ruf den Equalizer, Robert McCall.

Daten:
Label: Sony Pictures
Regie: Antoine Fuqua
Darsteller: Denzel Washington, Pedro Pascal, Bill Pullman, Melissa Leo
Musik: Harry Gregson-Williams – Kamera: Oliver Wood
Länge: 120 Min. / Jahr: 2018