[Film] SUICIDE SQUAD

ScdSq_Artwork_25pro_Billing_v2.inddSie sind die bösesten der Bösen. Eigentlich müsste man die Schüssel ihrer Zellen wegwerfen, doch nun braucht man sie. Geheimorganisation ARGUS Anführerin Amanda Waller will aus ihnen eine Sondereinheit, die ‚Suicide Squad‘ für besondere Situationen machen. Mitglieder wären: Harley Quinn – wahnsinnige Freundin des Jokers, Deadshot – Attentäter und Scharfschütze, Killer Croc – mutierter Krokodil ähnlicher Killer, Captain Boomerang – Einhorn liebender durchgeknallter Bandit und Diablo – Mutant mit der Fähigkeit Feuer zu erzeugen. Kontrollieren soll sie die Doktorin June Moone mit ihrem Hexen Alter Ego ‚Enchantress‘, doch Enchantress hat andere Pläne und stielt von Waller eine Amphore mit dem Geist ihres Hexenbruders. Kaum befreit, attackieren Beide die Stadt und schaffen ein magisches Portal durch das sie die Welt zerstören wollen. Nun muss die Suicide Squad zusammen mit dem Soldaten und Freund von Moone Ed Flag, sowie der Yakuza Kriegerin Katana die Bedrohung ausschalten. Würden die Knackis nicht einen Weg suchen sich zu befreien und der Joker versuchen Harley Quinn zu sich zu holen, wäre es wesendlich leichter, doch die Kriminellen lernen schnell, aufhauen ist nicht das Richtige. Nur gemeinsam können sie Enchantress aufhalten, auch wenn sie später als Sündenböcke dastehen werden. Ein Selbstmordkommando, doch Angst kennen sie nicht.

Fazit:
DC’s Superbösewichte haben im Comicuniversum den gleichen Stand der Beliebtheit wie die Helden, also warum nicht einen Film daraus machen. Funktionierts? Nicht wirklich, denn man wagt es nicht das eigentliche Potential auszuspielen. Die Handlung ist voller Logiklöcher und sehr einseitig, dazu laufen die Bösewichter fast nur zusammen herum, wodurch die Abwechslung ein wenig eingeschränkt ist. Die Actionszenen sind spektakulär inszeniert und auch optisch wird was geboten. Durch den passenden Einsatz von Songs erinnert der Schnitt mehrfach an ein Musikvideo mit coolen Szenen. Humor ist dezenter, mehr sarkastisch und kommt oft von Harley Quinn. Die Besetzung ist großartig und jeder versucht seiner Figur gerecht zu werden. Will Smith verleiht über eine emotionale Hintergrundgeschichte seiner Figur Menschlichkeit und Jai Courtney spielt als Boomerang mal einen gänzlich untypischen Charakter als sonst. Herausstechen tut Margot Robbie als grandiose Harley Quinn durch Spielspaß und frische Interpretation. Zusammen mit dem Joker gibt es Szenen die als Hommage für die Fans gedacht werden. Dagegen der gehypte Jared Leto als Joker enttäuscht. Er verlässt sich auf sein verrücktes Kostüm und einfach nur Augen aufreissen. Ihm fehlt es an Finesse und Tiefe. Gut, der zuvor hochgelobte Heath Ledger und auch der frühe Jack Nichsolson haben Joker geprägt und er wird mit ihnen verglichen, aber man spürt zu keiner Zeit, das er es mal versucht hätte sich selbst einzubringen. Regisseur David Ayer, der mit ‚Sabotage‘ oder ‚End of Watch‘ das Actiongenre kennt hat Schwierigkeiten seinen eigenen Stempel allem zu verleihen. So heißt es, dass das Studio einen Neuschnitt veranlasste, weil der ‚Superman vs. Batman – Dawn of Justice‘ nicht ganz nach ihren Erwartungen erfolgreich war. Dazu wollte man Marvel zuvorkommen was gelungen ist, denn nach ihrem ‚Spider-Man – Rise of Electro‘ sollte mit ‚The Sinister Six‘ ein Film über den Zusammenschluss von sechs Spider-Man Feinden kommen. Dies Projekt wurde aber auf Eis gelegt.
Helden müssen nicht immer im Mittelpunkt stehen, auch Bösewichte können unterhalten. Einfaches Popcorn Kino ist gegeben, auch wenn die Geschichte nicht wirklich originell ist. Man hätte mehr wagen können, aber es gibt auch Gutes. Harley Quinn überzeugt und bekommt ihren eigenen Kinofilm. Gratulation.

Daten:
Label: Warner Bros
Regie: David Ayer
Darsteller: Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto, Jai Courtney, Cara Delevingne
Musik: Steven Price – Kamera: Roman Vasyanov
Länge: 123 Min. / Jahr: 2016

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