[Film] KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD

Ein Krieg gegen Magier störte den Frieden im britannischen Camelot, doch König Uther konnte den bösen Magier mit Hilfe seines Schwertes Excalibur besiegen. Leider ahnte er nicht den bösen Einfluss auf seinen jüngeren Bruder Vortigern, der einen Putsch inszenierte, um an die königliche Macht zu gelangen. Als er Uther besiegte, gelang es ihm nicht zu verhindern, das dieser seinen Sohn entkommen ließ. Und so wird ein junger Arthur von Damen eines Londoner Bordels gefunden und fortan aufgezogen. Über die Jahre reift er dort und auf der Strasse heran und wird zu einem führenden Strassengauner. König Vortigern hat sich inzwischen zu einem Herrscher entwickelt, der mit Unterdrückung und Angst regiert, doch er gerät selbst in Furcht mit dem zurückweichen des Flusses und freilegen von Excalibur. Wenn der rechtmäßige Erbe es nun aus dem Stein zieht, wäre seine Herrschaft vorbei. Daraufhin lässt er alle männlichen Briten gefangen nehmen und am Schwert ziehen. Auch Arthur bekommt seine Chance und zieht Excalibur. Im Gegensatz zu allen anderen gelingt es ihm, doch er kann die Macht des Schwertes nicht kontrollieren. Vortigern will ihn hinrichten lassen, um seine Macht zu festigen. Doch es gibt Widerstand unter der Führung einer jungen Magierin und er gelingt ihr Arthur zu befreien. Dieser ist zwar Dankbar darüber, hat aber überhaupt keine Ambitionen sein sogenanntes Schicksal zu folgen.

Fazit:
Es ist eine moderne Interpretation der Arthus Sage, die sich mit Fantasy Elementen vermischt. Die Handlung ist nicht sehr komplex und wird meist gradlinig erzählt. Lediglich etwas anders ist es, wenn Geschichtsteile rückblickend im typischen lustigen Guy Richie Style vorkommen. Gerade hier ist dessen Handschrift deutlich zu vernehmen. Zum größten Teil wirkt es wie ein Buddymovie mit coolen Sprüchen, Szenen und ausgefeilten Kämpfen. Auch wenn Frauen vorkommen, bleiben sie oft im Hintergrund, so spielt zwar Astrid Bergés-Frisbey Figur eine wichtige Rolle, doch sie wird nur als Hexe und Magierin betitelt. Sie ist namenlos und gerade deshalb fehlt ihr Tiefe. Anders hätte sie mehr Emotionen hinzufügen können. Gleichzeitig beeindruckt die tolle Visualität des Films, die perfekt mit dem Schnitt und der genialen Musik von Daniel Pemberton einhergeht. Diese mischt moderne Samples mit klassischen Musikinstrumenten und schafft einen gefühlvollen und mitreissenden Soundtrack. Einen weiteren wichtigen Teil tragen die Darsteller bei. Besonders fällt Jude Law als Vortigern auf, der seine Figur sehr kalt, aber nicht herzlos spielt und ein würdiger Bösewicht ist. Charlie Hunnam hat es nicht leicht und bringt sehr gut hervor, dass Arthur eine schwer Last zu tragen hat und damit zurechtkommen muss.
Mit KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD sollte eine neue Fantasy Reihe gestartet, die auf jeden Fall viel Potential hat. Die Idee, die Figuren und auch die Umsetzung stimmen. Sicherlich gibt es Dinge, die anders hätte sein können. So gibt es spektakuläre Schwertkämpfe, aber alle sind blutarm und wenn ist Blut nur ein Stilmittel. Dies harmoniert nicht. Dennoch ist der Film sehr unterhaltend und ein großes Abenteuer.

Daten:
Label: Warner Bros
Regie: Guy Richie
Darsteller: Charlie Hunnam, Jude Law, Eric Bana, Astrid Bergés-Frisbey
Musik: Daniel Pemberton – Kamera: John Mathieson
Länge: 126 Min. / Jahr: 2017

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