[Film] JUMANJI – WILLKOMMEN IM DSCHUNGEL

Am Strand wird das hölzerne Brettspiel Jumanji gefunden und dem jugendlichen Alex geschenkt. Da er lieber Computerspiele spielt, nimmt er dem Brettspiel keine Notiz. Erst als es sich magisch über Nacht in ein Spielmodul verwandelt, probiert er es aus. Seit diesem Tag ist er spurlos verschwunden. Einige Jahre später müssen vier Schüler nachsitzen und entdecken beim aufräumen in der Schule eine alte Spielekonsole mit dem Jumanji Modul. Mit etwas Überredung gelingt es dem etwas schüchternen Spencer, den beliebten Football Quarterback Fridge, die selbstverliebte Bethany und die Einzelgängerin Martha zum spielen überreden. Ehe sie es begreifen werden sie ins Spiel selbst gezogen und finden sich in einem waschechten Dschungel wieder. Noch erstaunter sind sie, als sie merken in die Körper ihrer alter Egos geschlüpft zu sein, die das Gegenteil ihrer Selbst sind. Spencer ist nun ein echter Muskelprotz und Martha eine sexy Kämpferin, während Fridge einen kleinen, schwachen Wissenschaftler verkörpert. Schlimmer hat es Bethany getroffen, die nun im rundlichen Körper eines Mannes steckt. Sie treffen auf den Spielleiter Nigel, der ihnen ihre Aufgabe erklärt. Sie müssen ein magisches Juwel finden und zur sagenumwobenen Pantherstatue bringen. Leider will auch der hinterhältige Van Pelt das Juwel und hetzt seine Kämpfer auf die Truppe. Bei der Suche treffen sie auf den Piloten Alex, der sich vor der Aufgabe fürchtet, denn wer in dieser Welt seine drei Leben verliert, stirbt auch in der Wirklichkeit. Können Spencer, Fridge, Martha, Bethany und Alex Jumanji gewinnen und in die reale Welt zurückkehren?

Fazit:
JUMANJI – WILLKOMMEN IM DSCHUNGEL ist eine Art Fortsetzung des 1995 Klassikers JUMANJI von Regisseur Joe Johnston mit Robin Williams. So wie damals der Film endet, das Brettspiel wird am Strand angespült, wird es nun gefunden. Das es sich von einem Brettspiel in ein klassisches Computerspiel verwandelt, ist ein logischer Schritt, denn es ist ein modernes Spielmittel. In einem abenteuerlichen Setting werden die Hauptfiguren gejagt und müssen Herausforderungen bewältigen, dies ist gewollt übertrieben inszeniert, wie eben in einem Computerspiel. Komische Momente und witzige Dialoge gibt es zu Hauff und es begeistert wie Johnson, Black und Hart sich selbst nicht so ernst nehmen. Gerade Jack Black hat viel Spaß seine weibliche Seite zu zeigen. Über ihre Alter Egos müssen die Schüler ihre jeweiligen Stärken finden und Schwächen bekämpfen. Diese typischen Teenagerprobleme werden thematisiert und letztlich wachsen alle zusammen über sich hinaus. In der JUMANJI Welt wird versucht das Gamegenre zu parodiert, aber lediglich über die Charaktere gelingt es nicht. So ist Karen Gillan Figur nach Lara Croft aus Tomb Raider konzipiert. Hier wäre weit mehr drin gewesen, wenn gewollt. Während 1995 die Tricktechnik bahnbrechende Effekte hervorbrachte, arbeitet dieser Film mit diesen und das gut, was die zahlreiche CG Tiere zeigen.
Durch die wunderbaren Darsteller, die sich nicht so ernst nehmen, lebt JUMANJI – WILLKOMMEN IM DSCHUNGEL besonders, dazu wissen die dramatischen Actionszenen zu gefallen. Auch wenn es Anspielungen zum Film von 1995 gibt, ist es eher eine Neuinterpretation als eine Fortsetzung. Die Welt von JUMANJI als Game hätte gerne mehr ausgearbeitet werden können, aber Augenmerk lag halt auf Unterhaltung und viel Humor. Kurz, zwei Stunden Popcorn Kino.

Daten:
Label: Sony Pictures
Regie: Jake Kasdan
Darsteller: Dwayne Johnson, Jack Black, Kevin Hart, Karen Gillan
Musik: Henry Jackman – Kamera: Gyula Pados
Länge: 119 Min. / Jahr: 2017