[Film] DUNKIRK

Die Schlacht an der französischen Küste der Stadt Dünkirchen im Jahre 1940 zählt zu den düsteren Kapiteln des zweiten Weltkrieges. Dünkirchen ist der letzte Evakuierungshafen der British Expeditionary Force. 370.000 alliierte Soldaten darunter Briten und Franzosen sammelten sich hier. Doch dann näherte sich die deutsche Wehrmacht mit Panzern vom Lande und mit Jagdflugzeugen vom Wasser. Die Alliierten saßen in der Falle. Die Briten starteten die ‘Operation Dynamo’, eine Evakuierung ihrer Truppen. Da sie die Franzosen nicht berücksichtigten kam es zum Streit und dennoch kämpften sie gemeinsam gegen den Feind. Es war eine schwere Schlacht ob am deckungslosen Strand oder in der Luft. Die einfachen Fischer an der englischen Küste bekamen die angespannte Lage über ihre Funkgeräte mit und beschlossen selbstlos in See zu stechen und zu helfen. Letztlich fielen 40.000 Soldaten und obwohl über 330.000 überlebten, hieß es, das die Regierungen ihre Soldaten ‘im Stich ließen’.

Fazit:
Christopher Nolans DUNKIRK ist die vierte Verfilmung dieses historischen Ereignisses und konzentriert sich mehr auf den britischen Blickwinkel, sowohl den Zivilen als auch den Militärischen. Anders zum Beispiel in ‘Dünkirchen, 2. Juni 1940’ mit Schauspieler Jean-Paul Belmondo, wo logischerweise mehr Blick auf die Franzosen gesetzt wird und ihre Sicht des ‘Im Stich gelassen zu sein’. Nolan erzählt die Ereignisse sehr emotional aus den Augen verschiedener Figuren und scheut sich nicht ihre schrecklichen Erfahrungen zu zeigen. Gerade weil mit echten Kulissen verstärkt gedreht wurde, fühlt es sich für den Zuschauer realer an. Dazu kommen die visuellen großläufigen und auch ruhigen Bilder. Überhaupt lässt Nolan die Bilder für sich sprechen, da Dialoge wenig sind. Dies mischt sich nicht nur mit Hans Zimmers gefühlvoller Musik, sondern am meisten mit dem grandiosen Schauspiel aller Darsteller. Es wurde eine ganze Reihe wunderbarer Charakterdarsteller zusammengestellt, die selbst mit Kleinigkeiten ihre Figur, aber auch die Ereignisse lebendig werden lassen. Nolan, der ebenfalls das Drehbuch schrieb, drehte zum größten Teil an Originalschauplätzen und nutzte dafür die IMAX®- und 65mm Kameratechnik. Dies macht großes Kino aus.
DUNKIRK ist ein Meisterwerk und wirkt wie ein Zeitzeugnis dieses schrecklichen Ereignisses. Durch ruhiges Erzählen aus der Sicht verschiedener Personen wird das Ausmass des Krieges gezeigt und seine Schrecken. Besonders durch die wunderbare Schauspielerriege entsteht eine gefühlvolle Atmosphäre.

Daten:
Label: Warner Bros
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Tom Hardy, Kenneth Branagh, Cillian Murphy, James D’Arcy
Musik: Hans Zimmer – Kamera: Hoyte Van Hoytema
Länge: 106 Min. / Jahr: 2017

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