[Film] BLADE RUNNER 2049

Los Angeles im Jahre 2049. Die Erde ist zum größten Teil zerstört und die Menschen, die es sich leisten konnten, sind auf andere Planeten ausgewandert, wer es nicht konnte lebt in einfachen Verhältnissen und Mega Städten. Doch es gibt nicht nur Menschen, wegen ihrer Notwendigkeit wurden künstliche Menschen, sogenannte Replikanten geschaffen. Wenn diese ihren Nutzen verloren oder untertauchten nimmt die Polizeieinheit Blade Runner die Suche auf. K, selbst ein Replikant, ist der derzeit beste Blade Runner und hat den Replikanten Sapper Morton im Visier. Nach seinem Ausschalten entdeckt er auf dessen Grundstück eine Kiste mit menschlichen Knochen. Diese gehören einem unbekannten Replikanten, der ein Geheimnis mit sich trägt, weshalb ihn seine Vorgesetzte Lieutenant Joshi darauf ansetzt. Von diesem Fund erfährt ebenfalls der Visionär und Inhaber des Tyrell Konzern Niander Wallace und sendet seine Handlangerin Luv aus. Wallace will dieses Geheimnis besitzen, welches Tyrell einst schuf. Währenddessen berät sich K mit seiner virtuellen Lebenspartnerin Joi, wie er die Sache angehen soll. Er beschließt die alten Archive aufzusuchen und entdeckt einen Namen: Rick Deckard. Scheinbar hält der legendäre Blade Runner den Schlüssel in seiner Hand?

Fazit:
Die Handlung setzt 30 Jahre nach Ridley Scott’s Film ein und erzählt mit K eine eigene Geschichte, die sich mit der Alten verknüpft. Im Gegensatz zum Trailer, der viel Action verheisst, wird dieser nur gezielt und passend eingesetzt. Mehr wird auf Charakterszenen gesetzt, wobei meist nur zwei Figuren im Mittelpunkt stehen. Dazu sind die Dialoge gewählt und häufig spricht eher die Szene, die Welt, die Situation und die wortlose Darstellung von Ryan Gosling. So entsteht ein Gefühl der Isolation und auch wenn er mit seiner virtuellen Freundin Joi spricht, hat es etwas von Selbstgesprächen. Dazu versucht K sich selbst zu ergründen, eine Suche nach dem eigenen Sein. Er führt zwar die Befehle aus, so wie er geschaffen wurde, fängt aber an zu zweifeln, ob alles richtig ist. Wo fängt Persönlichkeit und Leben an? Dies zeigt Regisseur Denis Villeneuve wunderbar und hält das Augenmerk darauf. Zwar wird mit Niander Wallace ein Bösewicht eingeführt, doch diesmal geht es nicht um den Kampf Gut gegen Böse. Die Handlung beginnt ruhig mit der bekannten tristen Atmosphäre, untermalt von Klängen die Vangelis schuf und nun Neu von Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch interpretiert sind. Grandios wie der klassische Film eingebettet wurde, K begegnet der gleichen Reinigungsmaschine wie Deckard und trifft dessen ehemaligen Partner Gaff, der noch immer Origami betreibt. Durch die tollen Schauspieler wirkt der Film lebendig und ergreift emotional.
Eine gelungene Fortsetzung, die die Welt der Replikanten erweitert, Fragen beantwortet und neue stellt. Hervorragend wird thematisiert, was ein Leben zu haben und führen bedeutet. Dazu wird sich bei der Geschichtsentfaltung Zeit gelassen, wodurch Spannung und packende Momente entstehen. Ein Science Fiction Meilenstein.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Harrison Ford, Ryan Gosling, Ana de Armas
Musik: Benjamin Wallfisch,Hans Zimmer – Kamera: Roger Deakins
Länge: 163 Min. / Jahr: 2017

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.