[Musik] STAR WARS – THE FORCE AWAKENS

Star_Wars_The_Force_Awakens_john_williams-0002Das Imperium wurde geschlagen und eine neue Republik hat sich gebildet. Aus der Asche erhebt sich ein neues Imperium, The First Order. Sie sind auf der Suche nach dem verschollenen Luke Skywalker. Die Karte zu ihm wird ihnen gestohlen und in dem Droiden BB-8 versteckt. Dieser landet auf dem Wüstenplaneten Jakku bei der Schrottjägerin Rey. Dazu gesellt sich der ehemalige Stormtrooper Finn. Zusammen wollen sie den Widerstand finden, doch werden wegen der Karte von First Order und dessen Jäger Kylo Ren gejagt. Zum Glück bekommen sie Hilfe vom alten Schmuggler Han Solo. Gleichzeitig bereitet First Order die Machtübernahme vor, bereit die Feuerkraft ihrer planetaren Starkiller Raumbasis einzusetzen.

Fazit:
Nach vielen Jahren gibt es STAR WARS erneut auf der Kinoleinwand zu bewundern. Nachdem George Lucas das Zepter an Disney weitergegeben hat, wurde Regisseur J.J. Abrams mit der Umsetzung betraut. Herausgekommen ist Episode VII mit dem Titel THE FORCE AWAKENS oder in Deutsch DAS ERWACHEN DER MACHT. Legendär und kultig ist und war die unvergessliche Musik von Altmeister John Williams. Und dieser darf beim siebten Streich nicht fehlen. Vor zehn Jahren schrieb er zuletzt an Episode III – DIE RACHE DER SITH und vor fast vierzig Jahren kreierte er den unvergesslichen Touch. Damit beginnt auch der Erste von Dreiundzwanzig Tracks. Die großartige Ouvertüre legt den Grundstein und geht in dramatische und gewaltige Klänge für den Angriff auf das Dorf des Planeten Jakku über. Obwohl das Darth Vader Theme auch für das Imperium stand, vermied Williams die markante Melodie und wies First Order zwar dunkle, aber auch harte Streichtöne zu. Beim Wüstenplaneten Jakku ließ er sich nicht nehmen Themen von Tatooine einzuflechten, gab ihnen aber einen eigenen Touch, der die weiten Einöden und ärmlichen Zustände untermalt. Dabei fließen unterschwellig Emotionen hinzu. Für die neuen Hauptfiguren wie Rey, Finn und den drolligen Droiden BB-8 entwickelte er neue Melodien, die er überall mit einbettete. Rey erhielt ein leichtes von unterschiedlichen Flöten und Blasinstrumenten gespieltes liebliches Themas, leicht getragen wodurch ihre Einsamkeit, aber auch Selbstständigkeit verdeutlich wird. Finn dagegen wird mit hellen Streichtönen untermalt, die seinen holprigen Weg von First Order und seiner Unabhängigkeit zeigen. Da Kylo Ren seinem Idol Darth Vader nacheifert, hat sein hartes Thema einen ähnlichen Konsens, ohne dieses zu zitieren. Passend zu Szenen mit bekannten Elementen wie beim Flug mit dem Millennium Falcon kommen die klassischen Themen zu Einsatz, die unter anderem damals bei der Flucht von Hoth nach Bespin benutzt wurden. Gleiches gilt bei dem Wiedersehen von Han und Leia, obwohl hier etwas Melankolie zu hören ist.
John Williams nutzt die gesamte breite des Orchesters und liefert bombastische Töne, aber auch feine und emotionale Melodien. Einen echten Chor wie zuletzt bei den Themen ‘Duell of the Fates’ oder ‘Battle of the Heores’ gibt es leider nicht. Lediglich der neue ‘Imperator’ Snoke hat einen gezogenen Stimmenbass mitschweben. Als Abschluss beginnen die Endcredits oder der Track ‘The Jedi Steps and Finale’ wieder mit der klassischen Ouvertüre und gehen in ein Medley der neuen Themen über. So gibt es insgesamt fast 78 Minuten klassischer Score zum lauschen. Williams hat die einzelnen Musikstücke der CD angepasst und dafür neu arrangiert, sowie dramatisiert. Dadurch unterscheiden sich die Musikstücke ein wenig zu ihrer Version im Film. Dies ist oft nicht anders möglich, da wegen der Filmdramaturgie Musik anders angelegt werden muss.
Der Soundtrack erscheint in einer Normalen und Deluxe Edition. Die Deluxe kommt in einem hübschen Digipack mit umfangreichen und bebilderten Booklet. Neben einem Vorwort von J.J. Abrams gibt es zahlreiche Bilder und Artworks zu bewundern. Musikalisch sind Beide identisch.
Der Score zu STAR WARS – THE FORCE AWAKENS fügt sich wunderbar in die Serie ein, zitiert die markanten und wichtigen Themen und erweitert die musikalische Bandbreite. Obwohl gerade die Charakterthemen, wie die emotionale Melodie für Rey ein echter Hörgenuß ist, fehlt allem der wirkliche Biss. Etwas was im Ohr hängen bleibt, abgesehen von den Themen, die seit vierzig Jahren unvergessen sind.

Daten:
Komponist: John Williams
Label: Universal Music (www.universal-music.de)
Länge: 78 Min. / Tracks: 23 / Disk: 1

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