[Hörspiel] DIE DREI FRAGEZEICHEN 186 – INSEL DES VERGESSENS

Peter versteht die Welt nicht mehr. Er hat einen Anruf aus einem Altenpflegeheim ‚Sunny Island‘ erhalten, das sein Opa Bennington Peck verschwunden ist. Dabei wohnt dieser in seiner eigenen Wohnung und nicht im Heim. Als dann noch im Fernsehen Bilder eines Tankstellenüberfalls gezeigt werden, die seinen Opa bei der Tat zeigen, möchte Peter am liebsten aus diesem Albtraum aufwachen. Zusammen mit Justus und Bob sucht er die Wohnung seines Opa’s auf und muss feststellen, dass dieser dort schon einige Zeit nicht mehr war. Sie finden ein Buh über Altersdemenz und eine seltsame Liste mit Namen. Im Gespräch mit dem hörschwachen Nachbar Mr. Castro erzählt dieser für Peck den Anrufbeantworter in den letzten drei Wochen abgehört zu haben und von einem gemeinsamen Freund im ‚Sunny Island‘ Heim. Höchste Zeit diesem Ort einen Besuch abzustatten.

Fazit:
INSEL DES VERGESSENS ist ein interessanter und realitätsnaher Kriminalfall. Motive und Grundhandlung sind nachvollziehbar mit bodenständiger Handlung. Leider fehlt irgendwie die Spannung, was an der klassischen Ermittlung, durch Handlungsorte aufsuchen und viele Fragen stellen, liegt. Es fehlen die dramatischen, actionreichen Situationen. Erfreulich ist die spürbare Recherche für die Situationen in Pflegeheimen und die Probleme der Altersdemenz. Dies ist ein ernstes Thema und wird so auch angegangen. Gelungen ist wirklich der Titel ‚Insel des Vergessens‘. Hat etwas Poetisches und trauriges. Als Hörspiel ist die Handlung mehr interessant und unterhaltend, dazu wird das Demenz Thema respektvoll angegangen. Dank der lebendigen Sprecher wird über so manche Schwäche hinweg gespielt. Diesmal gibt es selbst in Kurzauftritten eine ganze Reihe von großartigen und hochkarätigen Gastsprechern. Dazu gehören Jürgen Thormann, Klaus Dittmann, Roswitha Völz und Sprechlegende Wolfgang Völz (Käpt’n Blaubär, Captain Future) als Bennington Peck. Eigentlich ist es sehr schön mal wieder von diesem Charakter zu hören, denn sein letzter und einziger Auftritt war in Fall Nummer 38 ‚der unsichtbare Gegner‘. Auch dort sprach ihn Wolfgang Völz.
Ein ehrliches und sehr realistisches Thema, unterhaltsam erzählt und bodenständig. Irgendwie fehlt allem aber die Spannung und dadurch kommen Längen auf. Qualitativ von sehr hohem Niveau, aber leider nur unterhaltend.

Daten:
Autor: André Marx
Label: Europa – Länge: 73 Min.

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