[Film] VENOM

Sensationen und Enthüllungen zeichnen die Internetshow von Reporter Eddie Brock aus. Als er aber den Auftrag erhält den undurchsichtigen und brillanten Gründer der Life Foundation Carlton Drake zu interviewen, kann er es nicht lassen ihn über illegale Menschenversuche in seinen Laboren auszufragen. Hinweise hatte er dem Computer seiner Freundin Anne Weying entnommen, die für Drake als Anwalt arbeitet. Drake gefällt dies nicht und schmeißt Brock aus seinem Büro. Dazu lässt er seinen Einfluss spielen, wodurch Anne und Eddie ihre Jobs verlieren. Anne ist so wütend, das sie die Beziehung beendet. Freundin weg, keinen Job mehr und verstossen, Eddie spült den Kummer mit Alkohol herunter. Fernab davon erwartet Carlton Drake die Rückkehr eines Forschungsraumschiffs, doch ein Unfall lässt es abstürzen. Zum Glück ist die geheime Ladung unversehrt. Von einem unbekannten Kometen wurden mysteriöse Symbionten, unbekannte außerirdische Lebensformen, geborgen. Drake will diese mit menschlichen Wirten verbinden, um so einzigartige Kräfte zu besitzen. Leider sterben die Versuchpersonen, wodurch die Forschungsleiterin Gewissensbisse bekommt und mit Eddie Kontakt aufnimmt. Er soll die schrecklichen Experimente an die Öffentlichkeit bringen. Zunächst will Eddie nichts damit zu tun haben, doch dann überwiegt seine Neugierde. Für Beweise begibt er sich selbst in Geheimlabor und befreit unabsichtlich einen Symbionten. Eddie fühlt sich zunächst seltsam und hört eine Stimme in seinen Kopf. Er glaubt schizophren zu sein bis Drake’s Männer bei Eddie auftauchen. Sie wollen dessen ‘Eigentum’ zurück. Mit Hilfe des Symbionten, welcher sich Venom nennt, kann er fliehen. Wie soll es nur weitergehen? Eddie ahnt nicht von einem viel gefährlicheren Symbionten, der die Erde übernehmen will. Dafür aber, muss er mit seinem zweiten ich Venom Eins werden.

Fazit:
VENOM ist ein etwas anderer Held, keine schillere Gestalt. Er scheut sich nicht, Bösewichter zu töten. Die Geschichte beginnt zögerlich, wobei Augenmerk auf die Hauptfiguren gelegt wird und ihre Welt erzählt. Dies mischt sich mit einer Verschwörung, einem undurchsichtigen Bösewicht, sowie einem mächtigen Symbionten. Die Handlung ist einfach gestrickt und mit vielen Actionszenen versetzt, bei denen gerade Venom im Mittelpunkt steht. All dies funktioniert unterhaltsam. Hier brillieren Eddie’s und Venom’s Gespräche miteinander. Venom ist sarkastisch und ohne Hemmungen, was für viele Lacher sorgt. Regisseur Ruben Fleischer (Zombieland) gelingt es wunderbar den Antihelden auf die Leinwand zu bringen. Die Effekte und Tricks gefallen, dazu spielt er mit der Visuallität. Tom Hardy macht Spaß als Eddie und Venom und gibt Beiden die richtige Mischung an Wahnsinn und Chaos. Überhaupt weiß die Besetzung zu gefallen. Michelle Williams harmoniert mit Hardy und hat auch mit Vemon unvergessliche Szenen. Riz Ahmed funktioniert leider nicht ganz als Bösewicht Drake, er wirkt etwas zu schmächtig und ihm fehlt das Gefühl der Übermacht.
Wichtig, schaut den Film bis nach dem Abspann, dort gibt es eine Überraschung insbesondere für die Comicfans.
Der Charakter Venom selbst hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Es begann 1984 mit ‘The Amazing Spider-Man #252‘, in dem Spider-Man ein neues Kostüm, also ein schwarzer Anzug mit weißer Spinne drauf, erhielt. Dies entstammte einer außerirdischen Flüssigkeit und gab ihm mehr Kraft. Es sollten aber noch vier Jahre bis Vemon’s Geburt vergehen. Eigentlich wollte man sich vom Kostüm einfach trennen, doch dann hatten die Comickünstler David Michelinie und Todd McFarlane (Spawn) eine großartige Idee. Der Symbiont verselbstständigte sich und wurde zu einem Charakter. Letztlich trennte er sich von Peter Parker und verband sich mit dem Reporter Eddie Brock. Sein einzigartiges, monströses Design schuf McFarlane. Seitdem ist Venom zum einen Feind und Freund von Spider-Man, ein Antiheld der ungewöhmliche Art.
VENOM’s erster Filmauftritt in ‘Spider-Man 3‘ sah zwar gut aus, blieb aber hinter seinem Potential. Nun in seinem eigenen Film kann er sich voll austoben. Die Handlung ist einfach und unterhaltend. Die Action machen Spaß und gerade der Eddie/ Venom Humor begeistert. Durchweg ist es gelungen, den abgedrehten Venom lebendig werden zu lassen.

Daten:
Label: Sony Pictures
Regie: Ruben Fleischer
Darsteller: Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed, Scott Haze
Musik: Ludwig Göransson – Kamera: Matthew Libatique, ASC
Länge: 92 Min. / Jahr: 2018