[Film] JUSTICE LEAGUE

Superman ist tot und die Welt trauert. Im Dunkeln sorgt derweil Batman für Recht und Ordnung, während Wonder Woman eher am Tage eingreift. Beide wissen, dass sich Böses nähert. Eine außerirdische Macht greift nach den drei Mutterboxen, die von den Amazonen, Atlantianern und Menschen versteckt wurden. Um sich dem Bösen zu stellen, beschließen Bruce Wayne und Diana Prince ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Den Atlantischen Prinzen Aquaman, den jugendlichen, schüchternden Barry Allen alias Flash und den ehemaligen Highschool Draufgänger Victor Stone, der nach einem Unfall zum Cyborg umgebaut wurde. Doch noch bevor sie ein Team sein können, erscheint der Dämon Steppenwolf bei den Amazonen mit seiner Armee und erkämpft sich die Mutterbox. Sein nächstes Ziel ist Atlantis, wo bereits Aquaman ihn erwartet, doch kein Gegner ist. Batman weiß, dass Steppenwolf unermeßliche Macht erhält wenn er die Mutterboxen vereint und fragt sich, ob er, Wonder Woman und die Anderen stark genug sind die Menschen vor der Apokalypse zu beschützen. Oder gibt es sonst noch Hilfe?

Fazit:
Die Einführung der neuen Charaktere mit den Bestehenden aus Man of Steel, Batman vs. Superman: Dawn of Justice und Wonder Woman gelingt gut, ohne sich mit zulangen Entstehungsgeschichten aufzuhalten. Die Handlung verläuft recht zügig und konzentriert sich auf den Kampf gegen Steppenwolf. Alles ist sehr einfach gehalten, wobei Augenmerk auf den zahlreichen Kämpfe liegt. Weil der Wonder Woman Film recht erfolgreich war, ist es nur verständlich, dass sie größere Szenen hat und diese wissen zu gefallen. Alles ist auf Unterhaltung ausgelegt mit spektakulären Fights, flotten Sprüchen und cooler Optik. Das die Logik auf der Strecke bleibt, ist eine der Folgen. So wird nicht an die Alpträume Batman’s aus Dawn of Justice wirklich eingegangen, denn dann hätte man bemerkt, dass er mit dem Omega Zeichen dort eigentlich den Feind Darkseid, Herrscher von Apokalips, gesehen hat. Steppenwolf ist dessen Onkel und Untergebener.
Die Produktion selbst stand zum Ende hin unter keinem guten Stern, denn Regisseur Zack Snyder musste aus familiären Gründen in der Postproduction aussteigen. Übernommen hat Joss Whedon (Marvel’s The Avengers), der nicht nur zwei Monate mit Nachdrehs beschäftigt war, sondern ebenfalls die Geschichte überarbeitete und den finalen Schnitt fertigte. Sein Ziel war eine dichtere Erzählstruktur. Eigentlich war mal geplant gewesen, JUSTICE LEAGUE als Zweiteiler zu inszenieren, doch davon fehlt jede Spur, was bedeutet, dass noch vor Erscheinen dies geändert wurde. Ein Highlight von JUSTICE LEAGUE ist besonders die Musik von Danny Elfman, der nicht nur die musikalischen Themen von Hans Zimmer und John Williams aus Man of Steel, Wonder Woman und dem klassischen Superman einbaute, auch zitierte er sein eigenes Batman Thema aus Tim Burton’s Batman.
Trotz Logiklöcher und einfacher Geschichte ist JUSTICE LEAGUE durchweg unterhaltend, besitzt viel Humor und eindrucksvolle Kämpfe. Die Helden werden wunderbar in Szene gesetzt und begeistern, während sie die Apokalypse aufhalten. Popcornkino mit Batman, Wonder Woman, Flash, Aquaman und Superman, das wie ein lebendiges Comic ist.

Daten:
Label: Warner Bros
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Ben Affleck, Gal Gadot, Jason Momoa, Henry Cavill
Musik: Danny Elfman – Kamera: Fabian Wagner
Länge: 127 Min. / Jahr: 2017

 

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