[Manga] THE GHOST IN THE SHELL 2 – MANMACHINE INTERFACE

Einige Jahre sind vergangen seit sich Major Motoko Kusanagi mit der KI ‚Puppet Master‘ verschmolzen und sich von der Specialeinheit Section 9 getrennt hat. Über ihre erweiterten digitalen Fähigkeiten hat sie sich in die Cyberwelt zurückgezogen und klärt dort weiterhin Cyberverbrechen auf. Dazu berät sie wichtige Persönlichkeiten als Sicherheitschefin Motoko Aramaki. Dafür schlüpft sie in verschiedene Cyborg-Körper. Als ein Unbekannter versucht den Präsidenten zu töten, muss Makoto ungewöhnliche Wege finden den Gegner sowohl in der Realität als auch im Cyberspace zu bekämpfen. Dieser erweist sich als harter Brocken und ist gerissener als angenommen. Mokoto kann es selbst nicht fassen, dass sie an ihre Grenzen gedrängt wird.

Fazit:
GHOST IN THE SHELL 2 konzentriert sich auf den Major und ihre weitere Geschichte. Diese ist zwar mit dem Attentäter, der Verschwörung und Cyberwelt recht komplex, wird aber auch durch die zeichnerische Visualität von Masamune Shirow in die Länge gezogen. Es ist oft sehr Dialog lastig, besonders über die philosophischen Ansichten der Cyberwelt und des zukünftigen Lebens. Dazu kommentiert Shirow oft Szenen, Technik und das Geschehen, was einen Blick auf die Entstehung und seine Gedanken wirft. Kein Wunder, denn auf jeder Seite scheinen sich neuartige Designs und visuelle Darstellungen zu finden. Überhaupt besticht der Band durch die großartigen Zeichnungen, bei denen Handgezeichnete und mit dem Computer geschaffene Objekte, wie Makoto’s Helfer, vermischen. Ebenfalls fließt vermehrt Shirow’s hang zu erotischen Darstellungen und Nacktheit ein. Dies ist nicht störend, denn er schafft die Waage es passend einzubauen. Highlight ist die deutsche Veröffentlichung im Hardcover mit sehr vielen farbigen Seiten, auf denen Shirow’s künstlerische Art herrlich zur Geltung kommt.
Im Gesamten ist es eine komplexe Geschichte um einen lebendigen Cyberspace, verpackt in tollen, kunstwerkartigen Bildern. Manchmal wird zu stark die philosophische Sicht betont, aber darüber muss man hinwegsehen. Dazu erreicht MANMACHINE INTERFACE nicht ganz den Charme des ersten Bandes, obwohl Handlung und Darstellung auf sehr hohem Niveau sind. Ebenfalls ist der überzogene Humor des Vorgängers kaum vorhanden und überhaupt ist der Humor dezenter.

Daten:
Autor: Masamune Shirow
Verlag: Egmont Manga Verlag
Cover, Motive: © Masamune Shirow/Kodansha.Ltd.

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