[Manga] LAST HERO INUYASHIKI #1

U_8993_1A_EMA_LAST_HERO_INUYASHIKI_01_x.inddInuyashiki ist 58 Jahre alt, sieht aber noch älter aus. Irgendwie fühlt er sich auch so mit seinem ständigen Rückenschmerzen. Seine Frau hat ihn wohl aufgehört zu lieben und sein Sohn und seine Tochter ihn zu beachten. Als er mit seinem Ersparten ein kleines Haus kauft, erntet er nur Missgunst und Unzufriedenheit. Der letzte Schock kommt, als er zum Arzt Magenkrebs diagnostiziert bekommt und er seiner Familie dies nicht einmal mitteilen kann, weil es sie nicht interessiert. Um nicht allein zu sein kauft er sich einen Hund. Doch selbst mit Hanako fehlt ihm ein Sinn im Leben. Schließlich eines Abends führt er Hanako auf einem Feld Gassi, als ein unbekanntes Objekt aus dem Himmel herabstürzt und ihn erschlägt. Völlig unerwartet aber wacht er auf, als sei nichts geschehen. Warum bin ich nicht gestorben, fragt er sich noch und entdeckt kurz darauf schreckliches. Er ist kein Mensch mehr, er ist eine Maschine geworden. Wofür wurde er bloss neu geboren?

Fazit:
Was für ein harter realistischer Einstand. Eine zerrüttete Familie mit einem Inuyashiki, der sie auf seine Weise versucht zu kitten, aber keiner will es wirklich und so verliert er seinen Lebenswillen. Die Handlung konzentriert sich zunächst nur auf Inuyashiki’s Welt, die keine Angenehme ist. Trotz Menschen um ihn herum ist er Einsam. Ein echtes Problem, das in Japan viele Menschen beschäftigt. Und dann mit seiner Wiederauferstehung als Maschine, dreht Mangaka Hiroya Oku die Handlung komplett und kristallisiert sie in die wirkliche Ausrichtung. Das ist Kunst. Dazu zum Ende hin zitiert er seinen erfolgreichen Manga GANTZ mit Augenzwinkern. Hier ließ es sich die Egmont Manga Redaktion nicht nehmen, dies im Nachwort genauer zu kommentieren. Darin rechnet Oku auch mit seinen Kritikern ab, die GANTZ zuerst niedermachten und eben nicht verstanden. Also ein Hinweis, LAST HERO INUYASHIKI etwas genauer zu betrachten und ihm Zeit für die Entwicklung zu geben.
Zeichnerisch arbeitet Oku mit dem Computer, baut reale Elemente wie Gegenstände und Hintergründe ein, wodurch großartige Bilder entstehen. Er mag einen realistischen Stil, aber auch ungewöhnliche Blickwinkel. Hier passt es wunderbar, das dem Manga ein größeres fast A5 Format, sowie vier Farbseiten spendiert wurden. Der Druck selbst ist auf gutem, hellem Papier, worauf alle Details zur Geltung kommen.
Inuyashiki ist eine wunderbar tragische Figur in einer kalten Welt und muss Schicksalsschläge allein bewältigen. Allein dadurch macht sich der Manga lesenswert. Dazu wird die echte Ausrichtung mit Science Fiction Elementen angerissen. Kurz tiefsinnige Unterhaltung mit dem Hang zur Faszination.

Daten:
Autor: Hiroya Oku
Verlag: Egmont Manga Verlag
Cover, Motive: © Hiroya Oku/Kodansha.Ltd.

Folgender  Band: [Manga] LAST HERO INUYASHIKI #2

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