[Hörspiel] DIE DREI FRAGEZEICHEN – UND DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF

Die drei Fragezeichen bekommen einen seltsamen Anruf. Jemand lädt sie zu sich nach Beverly Hills ein. Peter staunt nicht schlecht, den berühmten Regisseur James Kushing vor sich zu haben. Bekannt wurde er durch den Gruselfilm ‘Der Fluch des dreiäugigen Totenkopfs’. Nun hat er ein Rätsel für die jungen Detektive. In der Nacht hat ihm ein Unbekannter einen dreiäugigen Totenkopf auf den Arm tätowiert. Vermutlich hängt dies mit dem Vorfall am Set vom Film ‘Der Fluch des dreiäugigen Totenkopfs 2’ zu tun. Da Kushing nur mit echten Requisiten arbeitet, verwendete er einen echten Smaragd, der dort gegen einen Falschen ausgetauscht wurde. Trotz Verdächtigen konnte die Polizei den Edelstein nicht finden. Daraufhin hat das Studio den Film nicht beendet. Justus vermutet, dass der Täter Staub aufwirbeln will, damit der wahre Dieb sich verrät. Zu diesem Zweck wollen die Fragezeichen die einst Verdächtigen befragen, darunter die Schauspielerin Melanie Shepard, den Maskenbildner Roger Kind und den Schauspieler Jason Frost. Keiner ahnt in welcher Gefahr sie sich begeben und dass ein Unbekannter sie verfolgt. Werden sie den Smaragd finden?

Fazit:
DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF ist die erste Grafiknovelle im Drei Fragezeichen Universum und dient nun als Vorlage des dritten Hörspiels der zweiten Staffel der Planetariumshörspiele. Die Handlung überrascht durch eine abwechslungsreiche Geschichte mit Wendungen. Zu Beginn wird es zuerst etwas unheimlich, da Gruselregisseur James Kushing ein wenig verschroben ist und eben mit einem mysteriösen Rätsel die Jungs einlädt. Hier scheut sich die Inszenierung nicht mit den Eigenarten zu spielen; Peter hat Angst, Bob mag Horrorfilme, ist ein Fan von Kushing und zieht deshalb seinen Freund auf. Justus ist gewohnt überneugierig. Dazu lassen die Anspielungen des Filmgernes zu zahlreichen schmunzlern hinreissen. Im Vergleich zur Vorlage und dies ist durchs Medium logisch, mussten einige dramaturgische Änderungen vorgenommen werden, um die Spannung und gelungene unheimliche Stimmung aufrecht zuhalten. Dazu wurden optische Elemente aus der Novelle geschickt in passende Worte gekleidet.
Mit Freude und für den Hörer fesselnd, toben sich die Hauptsprecher Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich aus. Gerade durch Erfahrung und Können gelingt es ihnen passende Ironie selbst in ernsten Passagen einfließen zu lassen. Erzähler ist diesmal noch Thomas Fritsch. Etwas mehr als üblich ist diesmal Holger Mahlich alias Inspektor Cotta zu hören und er darf sich stimmlich gekonnt austoben. Dabei stiehlt er sogar diesmal den drei Jungs die Show. In einer Nebenrolle ist Schauspielerin Rhea Harder vertreten. Gerade beim Planetariumshörspiel spielt die besondere Tontechnik eine einmalige Rolle. Die Sounds, Musik und Effekte nutzen die Räumlichkeit und lassen den Hörer mittendrin stehen. So als säße er neben den Fragenzeichen mit im gelben Käfer. Ungewohnt gegenüber den normalen Hörspielen sind einige Geräusche bewußt platziert, um die Hörer einzubinden, dazu sind die Stimmen ein wenig hallend. Eine Besonderheit ist auch die optische Untermalung am Planetariumshimmel. Hier werden die Handlungsorte teils animiert gezeigt. So drehen sich die Ventilatoren im Café oder die Umgebung zieht an den Fenstern von Bobs Käfer vorbei. Anders als bei DIE SCHWARZE KATZE mit ihren leicht abstrakten Hintergründen, wurde eher auf realistische Zeichnungen gesetzt. Künstlerisch wissen sie wunderbar die Stimmung einzufangen, wenn das Horrorfilmmuseum an das berühmte ‘Psycho’ Haus erinnert.
DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF ist ein Hörspiel Highlight, da es genau die klassische Mischung aus Grusel, Mysterium und Überraschungen bereithält. Dazu sind die Charaktere verschroben, weshalb die Sprecher mehr als üblich mit ihnen stimmlich spielen dürfen. Dies weiß wunderbar zu gefallen und hörbar zu fesseln. Gerade dies in Verbindung mit dem Planetarium macht das Hörspiel zu einem unvergessenen Erlebnis.

Gastkommentar von REBECCA LEUPOLD:
Diese Geschichte basiert auf der ersten Graphic Novel. Sie war sehr gut als Hörspiel umgesetzt, war spannend und auch visuell überzeugten die Bilder am Planetariumshimmel zur Geschichte ergänzend. Nachdem ich jetzt alle drei Teile der Planetariumsserie gehört habe, kann ich sagen, dass mir alle Folgen sehr gut gefallen haben. DAS VERSUNKENE SCHIFF gefiel mir als Hörspiel sehr gut, war visuell recht realistisch gestaltet, aber noch aufbaufähig. DIE SCHWARZE KATZE war eine Neuauflage der Folge vier von 1979, wurde überarbeitet und war damit 40 Minuten länger, und war dafür visuell sehr abstrakt gehalten. DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF dagegen war mit wieder realistischen Bildern erzählt, die aber deutlich zum ersten Teil verbessert wurden. In der 1.Staffel gab es noch keine visuellen Effekte am Sternenhimmel, wo es dann höchstens hell und dunkel wurde. Hier haben sich die Macher der 2.Staffel sehr viel Gedanken gemacht, viel Arbeit investiert und tolle visuelle Effekte für den Hörer geschaffen. Mir gefiel, dass zu jeder Folge eine andere Art der Gestaltung präsentiert wurde und man richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Ich möchte sie mir auf jeden Fall noch mal anhören sobald es möglich ist. Sollte es wieder eine Planetariumstaffel geben, wäre ich jederzeit gerne wieder dabei. Ich kann es jedem Hörer der DER DREI FRAGEZEICHEN und Hörspielfreund nur ans Herz legen, sich das ganze Live in Planetarium anzuschauen oder besser zu hören und zu genießen.

Daten:
Autor: Ivar Leon Menger, John Beckmann
Label: Europa – Länge: 90 Min.

Siehe: [Comic] DIE DREI FRAGEZEICHEN – UND DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF


Am Dienstag dem 13.März 2018 feierte DER DREIÄUGIGE TOTENKOPF Premiere und schließt damit die zweite Staffel der DREI FRAGEZEICHEN Planetariumshörspiele. SHORTREVIEW war vor Ort und freute sich im ausverkauften Haus diese Show mitzuerleben. Vom Leiter des Planetariums gab es neben Willkommensworte zahlreichen Dank an die Macher, wovon diesmal einige geladen waren. Dazu zählte die Schauspielerin Rhea Harder, welche eine Nebenfigur spricht, aber insbesondere der Mitautor der Novelle John Beckmann (Bild 2 Mitte). Er selbst arbeitete am Hörspielskript mit und freute sich mit so vielen Fragezeichenfreunden ebenfalls das Hörspiel zu hören. Diesmal waren die Worte wenig, aber zusammenfassend war es ein gelungener Abend.

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