[Hörspiel] CAPTAIN FUTURE (4) – NERVEN AUS STAHL

captain-future-04Da Grag selbst diese spannende Geschichte erlebt, obliegt es ihm sie selbst, in seiner überheblichen Art zu erzählen. Es beginnt als er mit Captain Future, Otto und Simon auf der Erde an einer Konferenz teilnehmen soll. Mit einer Entschuldigung etwas Persönliches erledigen zu müssen, fährt er allein nach New York. Der Grund ist ein psychologisches Problem, weshalb er den Psychiater Professor Perker aufsucht. Dort kristallisiert sich sein Minderwertigkeitskomplex heraus. Perker rät ihm mal zu Leuten zu gehen, die zu ihm aufschauen und Personen, die ihn aufwühlen erst einmal zu meiden. Als er sich später mit Otto, Simon und Future über seine Probleme unterhält, nimmt ihn keiner ernst und Otto veräppelt ihn sogar. Future rät mal nur unter Maschinen zu gehen und überredet ihn sich einem Problem auf dem Pluto anzunehmen. Dort tun die Machs, intelligente Bergabbaumaschinen, nicht das, was ihre Programmierung vorsieht. Zusammen mit seinem Mondwelpe Eeg fliegt er also zum Rande des Sonnensystems. Zu seinem erstaunen findet er keine Machs vor, doch schnell stösst er auf eine ungewöhnliche Entwicklung.

Fazit:
Das Erste eigene Abenteuer von Grag dem Roboter wurde im Flair des Animes mit der klassischen Musik und den bekannten Sprechern nach einer Kurzgeschichte von Edmond Hamilton inszeniert. NERVEN AUS STAHL gehört mit zu vier Kurzgeschichten Edmond Hamilton’s die Buch DIE RÜCKKEHR VON CAPTAIN FUTURE aus dem Golkonda Verlag zu finden sind. Die Handlung ist auf Grag zugeschnitten und besitzt auch von der Erzählart seinen überheblichen, selbstverliebten Stil. Dies hat wunderbar Friedrich Georg Beckhaus vermittelt. Gerade die Szene zwischen Grag und dem Psychiater ist überaus amüsant und ironisch. Durch die nicht ganz so ernst zunehmende Handlung, da künstliche Intelligenz überzeichnet thematisiert wird, zeigt wunderbar wie unterschiedlich Science Fiction sein kann.
Das Hörspiel ist durch die langen Monologe des Erzählers eher ein Hörbuch mit lebendiger Atmosphäre. Es mischt lebendige Dialoge mit Musik und Hintergrundgeräuschen. Da sich sehr eng an die Buchvorlage gehalten wird, passen die Dialogergänzungen des Erzählers in der Art von „sagte er mürrisch.“ nicht so gut, denn dies zu vermitteln ist die Aufgabe des Sprechers. Da es auf den Anime zugeschnitten wurde, gibt es minimale Anpassungen, wie das Curtis Newton häufiger Captain Future genannt wird.
Wunderbar sind die Sprecher wie Hans-Jürgen Dittberger als Captain Future, Friedrich Georg Beckhaus als Grag, Jochen Schröder als Simon und Wolfgang Völz als Otto, sowie Helmut Krauss als Erzähler, die allem ein nostalgisches Flair geben. Die legendäre Musik von Christian Bruhn sorgt zusätzlich für die richtige Atmosphäre. Diesmal ist Santiago Ziesmer, Stimme von Spongebob, als Gastsprecher dabei.
Die Handlung strotzt von Ironie und nimmt das Bewusstsein einer KI aufs Korn. Dazu wird eine neue Seite von Grag präsentiert mit seinen Problemen. Roboter sind doch schließlich auch lebende Wesen wie Menschen oder nicht? Im Gegensatz zu den normalen Future Abenteuer nimmt sich diese nicht so ernst. Dies wurde wunderbar in einem Hörspiel umgesetzt und macht es so zu einem Highlight der Reihe.

Daten:
Autor: Edmond Hamilton
Hörspielskript: Sebastian Pobot
Label: Highscore Music GmbH – Länge: 76 Min.

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