[Film] X-MEN: DARK PHOENIX

Die X-MEN unter Professor Charles Xavier haben sich als große Hilfe erwiesen. Immer wenn es heißt, eine fast unmögliche Situation zu lösen, helfen sie. Dieses Mal werde sie um Hilfe gerufen, weil das NASA Space Shuttles Endeavour im All stark beschädigt wurde. Für das Flugzeug der X-MEN eine echte Herausforderung. Dabei bemerken sie eine seltsame rote Energiewolke, die schnell näher kommt und alles zu zerstören droht. Es gelingt ihnen die Astronauten abgesehen vom Captain zu retten. Unter Protest von Raven alias Mystique schickt Charles Nightcrawler wegen seiner Teleportationskraft und Jean Grey erneut ins Shuttle. Nightcrawler kann den Captain finden und in Sicherheit bringen, doch dafür bleibt Jean zurück. Die Energiewolke hüllt sie ein und wird von ihr absorbiert. Zurück auf der Erde stellt Hank alias Beast fest, das sich ihre Kräfte unglaublich verstärkt haben, dazu sind ihre Erinnerungen an ihre Eltern eingefallen. Jean sucht ihren Vater auf, der ihr die Schuld gibt, ihre Mutter als Kind bei einem Autounfall getötet zu haben. Charles taucht mit seinem Team auf und dabei wird Jean deutlich, dass er ihre Erinnerungen manipuliert hat, um ihr die Wahrheit zu ersparen. Wut lassen ihre neue Kraft explodieren und sie bekämpft die einstigen Freunde. Dabei tötet sie Raven. Jean fliegt davon. Beast ist verzweifelt weil seine grosse Liebe tot ist und sucht Magneto alias Erik Lehnsherr auf, um mit ihm die unkontrollierbare Jean zu töten. Zur selben Zeit macht sich das außerirdische Volk der D’Bari unter Vuk ebenfalls auf die Suche nach der Mutantin. Sie wollen diese Energie in ihr, um damit unglaubliche Macht zu erhalten. Charles weiß nicht, wie er Jean sehen soll, ist sie noch ein Freund oder ein mächtiger Feind?

Fazit:
Zugegeben X-MEN: DARK PHOENIX ist die zweite Verarbeitung des ‘Dark Phoenix’ Stoffes nach X-MEN: DER LETZTE WIDERSTAND, welchen der jetzige Regisseur und Autor Simon Kinberg ebenfalls schrieb. Leider war keiner damit wirklich zufrieden, also wurde entschieden, diese Handlung mit der jüngeren X-MEN Generation neu zu erzählen. Diesmal ist alles weit persönlicher inszeniert und konzentriert sich auch auf diese emotionalen Momente. Sie bekommen Zeit. Gleichzeitig wissen die dramatischen und actionreichen Szenen zu gefallen. Überall rummst es und bricht zusammen. Bei den Kämpfen geht es voll zur Sache und die Mutanten spielen dabei mit ihren Fähigkeiten. Diese Szenen sind visuell beeindruckend und packend anzusehen. Um sich auf die bekannten Figuren zu konzentrieren, wurden diesmal auch keine neuen Charaktere in den Mittelpunkt gerückt und eingeführt. Neben Jean Grey halten Xavier und Magneto die Waage. Auch wenn sich bei der Handlung an der berühmten Comicvorlage von 1980 gehalten wurde, benutze Kinberg nur die wesentlich Merkmale, darunter auch die Alien-Rasse D’Baris. Das Geschehen wie einst in den Weltraum zu legen, hätte an der Bodenständigkeit gerüttelt. Im Filmzyklus aber wirkt dies nicht wirklich, da in APOKALYPSE zuletzt ein übermächtiger Mutant der Böse war, darf es diesmal keiner sein und so müssen Aliens herhalten. So bleiben diese recht blass.
Wirklich eindrucksvoll tragen die Darsteller die Momente. James McAvoy und Michael Fassbender kennen ihre Figuren und spielen mit ihnen. Beide könnten aber noch mehr herausholen, wenn sie es gewollt hätten. Jennifer Lawrence überzeugt routiniert, lässt aber auch eine Langeweile zurück. Spürbar ist Sophie Turner eine Darstellerin, die mit ihrer Figur Herausforderungen sucht und viel Herz hineinlegt. Wunderbar bringt sie Jean’s verschiedene Seiten zur Geltung.
X-MEN: DARK PHOENIX ist ein unterhaltsamer Actionfilm, der sich Zeit nimmt die Figuren und ihre Empfindungen in den Mittelpunkt zu rücken. Die Suche von Jean nach ihrem Selbst ist gelungen inszeniert. Dazu begeistern die tollen Darsteller und verleihen ihren Figuren Tiefe. Klar, es verbleiben einige Logiklöcher, aber dennoch bleibt phantastische Unterhaltung.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: Simon Kinberg
Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Sophie Turner
Musik: Hans Zimmer – Kamera: Mauro Fiore
Länge: 113 Min. / Jahr: 2019