[Film] TRANSFORMERS – THE LAST KNIGHT

Der Krieg der Transformers hat sich von ihrem Heimatplaneten Cybertron längst auf die Erde übertragen. Wegen der gewaltigen Zerstörungen ihres letzten Krieges haben die Menschen Militäreinheiten gegründet, die nur auf die Jagd und Vernichtung der außerirdischen Roboter aus sind. Niemand außer dem englischen Adligen Sir Edmund Burton weiß, welchen Einfluss die Transformers bereits in der Historie hatten. Sie halfen dem einstigen König Arthus und gaben Merlin über eine mächtige Stabwaffe Macht. Dies ist alles mittlerweile eine Legende, doch in den Tiefen des Weltraums beginnt diese aufzuleben. Optimus Prime ist auf der Suche nach den Schöpfern der Transformers. Er trifft auf das Wesen Quintessa, die ihn mit ihrer Macht versklavt und auf der Suche nach ihrem Machtstab auf der Erde schickt. Derweil kämpft Cade Yeager für die Autobots und schützt sie auf einem abgelegenen Schrottplatz. Zum ihm gesellt sich die junge Izabella, die durch den Angriff der Decepticons auf Chicago ihre Eltern verloren hat. Als er sie traf, begegnete er einem der Transformers Ritter, der ihm ein seltsames Siegel gibt. Hinter diesem ist ebenfalls Megatron her, der einen Deal mit dem Militär aushandelt, um Cade zu finden. Während sich die Decepticons nähern, erscheint der Roboter Cogman im Auftrag von Sir Edmund. Zusammen mit Bumblebee fliegt er nach London. Auf dem Schloss ist ebenfalls die Historikerin Vivian Wembley eingeladen, die ein Nachfahr von Merlin ist. Beide zusammen müssen die Stabwaffe finden bevor Cybertron ankommt und damit die Welt retten. Leider werden sie ständig vom Militär und den Decepticons gejagt.

Fazit:
Erneut inszeniert Michael Bay eine überzogene Materialschlacht bei der fast ganze Planeten draufgehen. Zum einen ist dies sehr unterhaltend und bildgewaltig, dazu verfolgt Bay die Richtung, die er mit dem Film davor ‘Ära des Untergangs’ begann. Die Handlung schließt mit Verweisen und mit Cade Yeager erneut als Hauptfigur daran an. Interessant wie die Artus Saga mit der Transformers Welt und überhaupt mit der Erdgeschichte verbunden ist. Bumblebee im zweiten Weltkrieg zu sehen ist schon etwas. Die Geschichte mit der Arthus Saga und dem Machtstab verläuft gradlinig, mischt viel Action und überzogene Humorszenen. Manchmal ist dieser auf Ideenlos, wie bei der Szene in der Cade und Vivian das Arbeitszimmer ihres Vaters durchsuchen und dabei Sprüche bringen und Geräusche machen, bei denen ihre Mutter und Oma denken, sie haben harten Sex. Dazu stört besonders die übermäßige Militärverherrlichung von Bay, die mehr Szenen haben als die Transformers und oft nur nerven. Klar, dies hat ihm natürlich viel Türen geöffnet und er durfte viel Material benutzen. Obwohl der Film TRANSFORMERS heißt und sich um Autobots und Decepticons drehen sollte, verkommen sie zu einfachen Nebenfiguren, die begleiten, für überzogenen Humor sorgen und wie Parodien ihresgleichen wirken. Im Zentrum stehen immer die Menschen und diesmal sogar verstärkt das Militär. Megatron, der obwohl er im letzten Film noch als Galvatron wiedergeboren wurde, wieder seinen alten Namen trägt, ist eigentlich einer der Bösewichte im TRANSFORMERS Universum überhaupt, aber hier ist er nur schwach. Auch ist die Identifizierung der TRANSFORMERS in Bay Filmen mal wieder gleich, sie sind außerirdische Maschinen und so geht er mit ihnen um. Das sie eigentlich Charaktere sind, fällt abgesehen bei Optimus Prime und Bumblebee, nicht auf. Die Darsteller wissen durchweg zu gefallen, denn ihnen ist der Spaß anzusehen. Die Musik ist erneut von Steve Jablonsky und weiß zu gefallen, auch wenn diesmal markante Stücke weniger sind. Dafür durfte er sie teils für die Szenen schreiben, wie die Szene an der Rittertafel zeigt.
TRANSFORMERS – THE LAST KNIGHT mag unterhalten und ein optisches, brachiales Feuerwerk entfachen, behandelt aber die TRANSFORMERS so, wie sie es nicht verdient haben. Die Filme benutzen nur Elemente der Universumsgeschichte, aber nehmen es nicht ernst, denn sonst wären die Transformers die Hauptfiguren und nicht die Menschen. Dies tut einem Transformers Fan nur weh. Die Arthus Saga einzuflechten ist interessant, gerade weil im vorherigen Film das Ritterthema angesprochen wurde. Dennoch hat sich THE LAST KNIGHT zum schlechtesten Teil der Filmreihe verwandelt.

Daten:
Label: Paramount Pictures
Regie: Michael Bay
Darsteller: Mark Wahlberg, Anthony Hopkins, Laura Haddock, Isabela Moner
Musik: Steve Jablonsky – Kamera: Jonathan Sela
Länge: 152 Min. / Jahr: 2017

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