[Film] THE GREAT WALL

Es ist das Weltwunder, was selbst vom Weltraum aus sichtbar ist. Die chinesische Mauer ist 8800 Kilometer lang und wurde in 1700 Jahren erbaut. Zahlreiche Legenden umgibt sie und dies ist Eine davon. Wir schreiben die Zeit 1100 v. Chr. Die Söldner um William Garin reisen nach China für das einzigartige schwarze Pulver. In der Nacht greift sie eine unbekannte Kreatur an und dezimiert die Gruppe bis auf William und den Spanier Tovar. Gemeinsam könnte sie die Kreatur töten und ihm einen Arm abschlagen. Kurz darauf landen sie vor der chinesischen Mauer und werden von Soldaten des Namenlosen Ordens gefangengenommen. Als diese den Arm finden ist General Shao beeindruckt, dennoch bleiben sie gefangen. Plötzlich ertönt ein Angriffsignal und Beide werden auf der Mauer Zeuge, wie die Soldaten unter Shao und der mutigen Kriegerin Lin Mae eine Überzahl an raubtierartigen Kreaturen bekämpfen. Als eines der Biester die Mauer erreicht, kann William nicht tatenlos zusehen und tötet sie mit seinem Bogen. Dies bringt ihm die Freiheit und Respekt bei Lin Mae, die ihn daraufhin prüft. Er erfährt, was es sich mit den Monstern auf sich hat. Sei werden Tao Tei genannt, die alle 60 Jahre aus dem Herzen des Jade Gebirges auferstehen, um in großen Armeen anzugreifen und ihren Hunger an den Menschen für ihre Königin zu stillen.  Wenn sie nicht aufgehalten werden, wird das chinesische Reich fallen und mit so die Menschen. William fühlt eine Aufgabe bei der sich der Kampf erstmals in seinem Leben lohnt, weshalb er sich dem Namenlosen Orden anschließt. Er ahnt nicht, auf was für ein tödliches Gefecht er sich einlässt.

Fazit:
Historie trifft Fantasy. Entstanden ist ein spannender Abenteuerfilm verpackt in opulenten und eindrucksvollen Bildern. Dazu mischen sich mit westliche und östliche Schauspieler, die sich wunderbar ergänzen. Sicherlich ist die Handlung einfach und gradlinig gestrickt, aber mit viel Abwechslung und Action vermischt. Humor hält sich dezent, dafür gibt es passende Emotionen insbesondere durch mitfühlen. Romantisch geht es nur angedeutet zwischen William und Lin Mae zu. Dies ist aber auch in letzter Zeit oft bei Damon Filmen zu beobachten, das er dort keine Romanzen zulässt. THE GREAT WALL lebt von den phantastischen Kulissen und Kostümen, die durch visuell eindrucksvolle Bilder faszinieren. Es gibt mehrere Kämpfe an der Mauer und jeder bietet steht’s Neues, so muss ein Film sein. Gerade die großartigen Schauspieler wissen den Zuschauer zu fesseln, aber scheitern auch an Szenen, wie das Finale, wo CG Bilder einfach überhand nehmen. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Interessant ist, was Produzent Peter Loehr, der die letzten 25 Jahre in China gearbeitet hat, erzählt: “Das Taotie ist sogar sehr bekannt in China. Es gibt ein Fantasy Buch namens ‚Shan-hai Jing’, welches 2.500 Jahre alt ist. In dem Buch werden verschiedene Typen von Monstern beschrieben, Kobolde und Dämonen, und das Tao Tei (Schreibweise im Film) ist eines von ihnen. Die Tao Tei, sowohl in dem fiktiven ‚Shan-hai Jing’ wie auch in den historischen Aufzeichnungen, werden als gefräßig dargestellt. Sie fressen ohne Unterlass, so viel, dass wenn es nichts mehr zu essen gibt, sie sich selbst auffressen.”
THE GREAT WALL begeistert mit einer spannenden Story und wird durch großartige Schauspieler getragen. Wunderbar werden sie mit visuellem Augenschmaus begleitet und in dramatische Actionszenen geleitet. Lediglich ein CG Überschuss bleibt als dunkler Schatten. Ansonsten harmonieren Geschichte, Schauspieler und Bilder untermalt von epischer Musik.

Daten:
Label: Universal Pictures
Regie: Zhang Yimou
Darsteller:  Matt Damon, Tian Jing, Pedro Pascal, Andy Lau
Musik: Ramin Djawadi – Kamera: Stuart Dryburgh, Xiaoding Zhao
Länge: 103 Min. / Jahr: 2017

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