[Film] RESIDENT EVIL – THE FINAL CHAPTER

Zombies und Monster regieren die Welt. Ausgelöst wurde die Apokalypse durch den T-Virus des skrupellosen Konzernz Umbrella. Den wenigen am Leben gebliebenen Menschen bleibt nichts als der Kampf. Zu ihnen gehört Alice, die von Anfang an in die Verstrickung des Umbrella Konzern verwickelt ist und sich in einer persönlichen Vendetta befindet. Zuletzt musste sie den Fall von Washington miterleben, inszeniert durch den hinterhältigen Albert Wesker. Unerwartet nimmt die Red Queen, die zentrale KI von Umbrella mit ihr Kontakt auf. Ein Teil ihrer Programmierung will die Menschen retten, doch sie hat keine Hände, also muss Alice ran. Sie berichtet über Umbrellas Plan ein neues Utopia zu schaffen und ihren finalen Schlag gegen alle überlebenden Menschen, sowie das ultimative Heilserum gegen den T-Virus. Dieses befindet sich im Herzen von Umbrellas unterirdischer Basis in Raccoon City genannt Hive. Leider tickt die Zeit von 48 Stunden unbarmherzig nieder. Auf dem Weg nach Raccoon City begegnet Alice einem alten Bekannten. Der bösartige Dr. Isaacs führt eine riesige Horde Untoter gegen die letzten Menschen der Stadt. Dazu gehört ebenfalls Alice Freundin Claire Redfield, die froh über jede Hilfe und bereit ist, selbst zu helfen. Doch der Weg in den Hive führt durch Horden von Zombies und Monster, sowie gefährlichen Hintermännern. Kann die Menschheit rechtzeitig gerettet werden?

Fazit:
Die sechste Realverfilmung des erfolgreichen RESIDENT EVIL Computergames von Capcom schließt kurze Zeit nach dem vorherigen Teil an. Mit der eigentlichen Vorlage hat die Reihe schon lange nichts mehr gemeinsam, abgesehen von Elementen wie Monster und einige Charaktere. Durchweg ist ein unterhaltsamer Film mit halsbrecherischen Szenen, ironischem Humor und dichter Actionatmosphäre entstanden. Die Kostüme und Kulissen beeindrucken und passen wunderbar. Es geht zurück zum Anfang nach Raccoon City und dem Hive und bietet zahlreiche Erklärungen, um die Geschichte von Alice abzuschließen. Schade ist erneut, das es Paul W.S. Anderson mal wieder nicht gelingt die Waage bei seinen Charakteren zu halten. Jeder neben Alice in Zombieland gerät zur Neben-Nebenfigur und dient nur, um Szenen für emotionale Verluste zu schaffen. Alice selbst fehlt es an emotionaler Verletzbarkeit und Kanten, sie wirkt zu perfekt. Klar Anderson liebt es seine Ehefrau auch auf der Leinwand auf Händen zu tragen. Selbst die letzten verbliebenen Videospiel Figuren Claire Redfield und Albert Wesker fallen kaum auf. Wobei Albert Wesker nie seine tiefe, hinterhältige Bosheit aus dem Game auspielen darf und zu einem herumstapfenden Bodybilder mutiert. Während in AFTERLIFE und RETRIBUTION das 3D zu sehr gefallen weiß, fällt es diesmal kaum auf. Zu schnell und zu dunkel sind die Szenen, obwohl vieles mit echten 3D-Kameras am Set gedreht wurde.
RESIDENT EVIL – THE FINAL CHAPTER unterhalt durch die richtige Mischung von coolen Actionszenen verpackt in visuellen Bildern und vermischt mit voluminösen Sound und dynamischer Musik. Ist es wirklich das ‘Finale Kapitel’? Wohl kaum, wenn Alive letzter Satz lautet: “Meine Arbeit ist noch nicht getan.”

Daten:
Label: Constantin Film
Regie: Paul W. S. Anderson
Darsteller:  Milla Jovovich, Iain Glen, Ali Larter, Ruby Rose
Musik: Paul Haslinger – Kamera: Glen MacPherson
Länge: 107 Min. / Jahr: 2017

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