[Film] PREDATOR – UPGRADE

Ein Drogenboss hat in Mexiko Geiseln genommen und Scharfschütze Quinn McKenna mit seinem Team sollen diese befreien. Plötzlich stürzt über ihnen ein Flugzeug ab. Er staunt nicht schlecht, als es sich als außerirdisches Raumschiff herausstellt. Gerade sammelt er einige Beweise ein, da packt ein Predator seinen Kameraden und tötet diesen. Da dieser verletzt ist, gelingt es Quinn das Monster zu besiegen. Weil er ahnt, wegen dem Predator und den Raumschiff von der eigenen Regierung gejagt zu werden, flüchtet er. Er wird gefunden und verhaftet. Damit niemand die Beweise verschwinden lässt, schickt er einen Predator Helm und Armschoner per Paket zu sich nach Hause. Nach einer Befragung wird er verhaftet und beschuldigt desertiert und seine Kameraden getötet zu haben. Im Bus zum Gefängnis trifft er auf eine Gruppe verrückter Ex-Soldaten, die alle etwas auf dem Kerbholz haben. Zur selben Zeit erreicht das Paket Quinn’s Zuhause und sein neugieriger, leicht autistischer Sohn Rory öffnet es. Dabei aktiviert er den Armcomputer und beginnt die außerirdischen Schriftzeichen zu entziffern. An einem anderen Ort wird die Biologin Casey Bracket in ein geheimes Labor geführt, wo sie den angeketteten Predator des abgestürzten Raumschiffs vorfindet. Sie hat sich schon länger mit seiner Spezies beschäftigt und so macht sie eine unglaubliche Entdeckung, er hat seinen Körper mit menschlicher DNS optimiert. Im nächsten Moment erlebt sie, wie sich der Predator befreit und ausbricht. Dieser will seine von Quinn gestohlene Ausrüstung zurück und folgt dessen Sender. Zufällig ist auch Quinn’s Gefangenenbus in der Nähe. Er sieht das Monster, das seine Kameraden getötet hat und bricht auch aus. Wie Casey folgt er dem Predator ohne zu ahnen, das sein Sohn in größter Gefahr steckt. Die Jagd auf den Predator beginnt und so wird der eigentliche Jäger zum Gejagten.

Fazit:
In modernem Gewand ist der PREDATOR zurück. Die Geschichte selbst klingt komplizierter als sie ist, doch alles ist einfach aufgebaut, wobei sich erstaunlicherweise zahlreiche überraschende Momente finden. Dafür gibt es verschiedene Protagonisten, wodurch sich die Handlung zu Beginn aufteilt. Action steht im Mittelpunkt. Dabei geht es schon recht blutig zu, ganz wie es vom Predator erwartet wird. Dies ist gut und unterhaltend anzusehen. Dazu lebt alles von den Charakteren, besonders Quinn’s lustige Kampftruppe scheut keine Wortwitze und dumme Sprüche. Seinen Sohn Rory einzubauen, verleiht Quinn mehr Tiefe und den Szenen Spannung. Effekte und Masken wissen zu gefallen. Regie hat Shane Black geführt, der nicht nur IRON MAN 3 inszenierte, sondern im ersten PREADTOR an der Seite von Arnold Schwarzenegger die Figur Hawkins spielte. Ihm gelingt es die Geschichte unterhaltend und dramatisch zu erzählen, aber man muss schon zugeben, dass sie teils etwas wirr ist. So wird dieses Upgraden angesprochen und auch benutzt, aber um den Titel zu rechtfertigen, zu wenig eingebunden. Dazu merkt man dem Film seine zahlreichen Umschnitte und Nachdrehs an. PREDATOR und PREDATOR 2 bleiben aber unerreicht und UPGRADE kann da einfach nicht mithalten. Dafür fehlen ihm einfach die coolen Momente und besondere Spannung durch die unbekannte, außerirdische Übermacht. Insider freut es Jake Busey als Keyes zu sehen, den Sohn der Rolle seines eigenen Vaters Gary Busey in PREDATOR 2.
PREDATOR – UPGRADE unterhält mit viel Action, flotten Sprüchen und guten Figuren. Die Handlung ist vielleicht etwas wirr und hätte besser sein können, aber folgt dem modernen Trend einfach zu sein, um sich aufs wesendliche zu konzentrieren. Die Darsteller sind gut gewählt und mit ihnen lebt der Kampf gegen den Predator. Es ist kein Meilenstein, aber gutes Popcornkino.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: Shane Black
Darsteller: Boyd Holbrook, Trevante Rhodes, Olivia Munn, Thomas Jane
Musik: Henry Jackman – Kamera: Larry Fong
Länge: 107 Min. / Jahr: 2018