[Film] PLANET DER AFFEN: SURVIVAL

Fünfzehn Jahre ist nun der Virusausbruch her, der die Menschheit in die Apokalypse führte. Viele von ihnen starben und die Überlebenden zogen sich in kleine Kolonien zurück. Gleichzeitig haben sich die Affen aus Zoos und ähnlichen Orten zusammengefunden und verändert. Sie wurden durch den Virus intelligenter. Besonders ihr Anführer Caesar beherrscht die menschliche Sprache und logisches Verständnis. Da die Menschen den Affen die Schuld für ihren Untergang gaben, kam es zum Krieg. Inzwischen leben die Affen friedlich zurückgezogen in einem Waldgebiet. Der Colonel der naheliegenden Militärbasis Lewis-McChord hat sich das persönliche Racheziel gesetzt Caesar zu töten. Doch der Anschlag misslingt. Caesar muss seine Frau und ältesten Sohn ermordet finden. Daraufhin kann er an eine friedliche Koexistenz mit den Menschen nicht mehr denken und will nur noch Rache. Um die Kolonie nicht zu gefährden, überträgt er Anderen die Führung in ein weit entlegenes Naturschutzgebiet. Lediglich Rocket und Maurice begleiten ihn. Auf ihrer Reise durch kalte, verschneite Landschaften findet er das scheinbar zurückgebliebene Mädchen Nova. Auf Wunsch von Maurice nehmen sie es mit. Sie folgen den Spuren der Soldaten und treffen auf einen ängstlichen Schimpansen. Zu Caesars erstaunen kann Bad Ape sprechen. Dieser führt die Gruppe zur Militärbasis, wo Caesar geschockt feststellen muss, das der Colonel seine Kolonie gefangen hat, weil einer der ihren sie verriet. Als er einen Befreiungsversuch startet, wird er dann gefangengenommen und vor den Colonel geführt.

Fazit:
Es wird an die Handlung von PLANET DER AFFEN: REVOLUTION angeschlossen, gleich mit den Sorgen Caesars, das der Verrat und die Rachegedanken Kobas ihn infizierten. Aber der Colonel und seine Soldaten scheinen keinen Frieden zu wollen, warum also er. Die Situation drängt ihn zu etwas zu werden, was er nie wollte. Interessant ist die erzählerische Ruhe bei der sich zeigt, wie sich die Affen immer mehr menschliche Züge annehmen, während die Menschen sich primitiv verhalten. Hierbei zeigt sich Matt Reeves wunderbare Inszenierung, bei der er Caesar und die Affen nicht als Tiere, sondern als menschenähnliche Charaktere in Szene setzt. Ihnen wird die größte Zeit gefolgt, wodurch eigentlich wenig gesprochen wird, da sich die meisten Affen mit Zeichensprache unterhalten, was in Untertiteln übersetzt wird. Auch wenn er Nova zuerst nicht mag, wird sie seine letzte Stütze, das Gute in Menschen zu sehen. Wer genau hinsieht, wird die biblischen Züge erkennen, die benutzt werden. Die Affenkolonie sind die Israeliten von Ägypten versklavt. Caesar muss sie als Moses aus den Händen des pharaonischen Colonels befreien und ins gelobte Land geleiten. Dazu werden erste Elemente eingeflochten, die auf den Handlungsabschnitt mit dem ursprünglichen PLANET DER AFFEN, hindeuten. Denn die bisherigen drei Filme PREVOLUTION, REVOLUTION und SURVIVAL sollen eine Vorgeschichte sein.
Gerade tricktechnisch zeigt SURVIVAL wie grandios die Computeranimationen und das Live Motion-Capturing geworden ist. Die Affen sind sehr lebendig, gut hierbei tragen selbstverständlich die hervorragenden Darsteller wie Andy Serkis bei. Woody Harrelson als Colonel ist ein passender Gegenpart, der viel Emotion und Tiefe mitbringt. Auffällig ist ebenfalls Michael Giacchino beeindruckender Soundtrack, der nicht nur Themen des klassischen Films von Jerry Goldsmith aufgreift, sondern alles gefühlvoll untermalt. Einen Schatten gibt es bei der deutschen Synchronisation. Während die Hauptfiguren mit lebendigen Sprechern erfüllt wurden, nahm man für Nebenrollen YouTuber und Musiker. Diese klingen gekünselt und unwirklich, das es im Filmgenuss einen Bruch gibt.
PLANET DER AFFEN: SURVIVAL besitzt eine ergreifende Geschichte, um Menschlichkeit, die es zu lernen gilt und Zusammenhalt. Alles verpackt in dramatische Szenen mit packenden Kämpfen und gefühlvollen Momenten. Im Gegensatz zum Originaltitel ‘War of the Planet of the Apes’ passt eigentlich der Deutsche mit ‘Survival’ besser, denn in Punkto Krieg, gab es im vorherigen Film REVOLUTION weit mehr Kämpfe. Es ist mehr ein Drama, welches durch Ruhe den Zuschauer packt.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: Matt Reeves
Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Amiah Miller
Musik: Michael Giacchino – Kamera: Michael Seresin
Länge: 140 Min. / Jahr: 2017

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