[Film] LOGAN

Alles hat irgendwann ein Ende. Nach vielen und jahrelangen Kämpfen gibt es kaum noch Mutanten. Zu den wenigen Überlebenden zählt Logan, einst Wolverine genannt. Er schlägt sich mit übermäßigem Alkoholkonsum und dem fahren einer Limousine herum. Dies tut er, um seinen Freund Xavier zu helfen. Der ehemalige Professor X ist nun fast neunzig Jahre alt, hat mit Alzheimer und unkontrollierten psychischen Wellenausstößen scher zu kämpfen. Eines Tages tritt an Logan eine Frau namens Gabriela heran, die ihn bittet für viel Geld ein Kind an einen bestimmten Ort zu bringen. Er lehnt ab, doch kurz darauf gibt es eine Konfrontation mit dem Söldner Pierce, der eben jenes Kind sucht. Schließlich finden sie Gabriela tot auf und Logan bringt das Kind Laura zu Xavier. Er erkennt in ihr einen neuen Mutanten, doch Logan ist es egal. Dann tauchen Pierce und seine Söldner auf und Logan bleibt nur die Flucht. Kann ein alter Mutant wie er überhaupt ein Kind schützen? Xavier glaubt an die neue Mutantengeneration und an Logan, der zu einem letzten Gefecht in die Schlacht zieht.

Fazit:
LOGAN greift eine von Mark Millar (Kingsman, Wanted, Civil-War) entwickelt Marvel Comic Handlung auf, die einen alternativen Ausgang der Superhelden-Ara erzählt. Hier haben die Guten gegen die Bösen verloren. Diese Niederlage und der Verlust vieler Freunde nagt an den Überlebenden, bringt menschliche Gefühle und Traumas hervor. Dies wird sehr gut eingefangen und harmoniert durch die großartigen Darsteller wie Jackman und Stewart, die ihren Figuren neue Seiten präsentieren. Sie haben ihre Rollen oft gespielt und kennen sie, dazu haben sie das passende Alter nun. Im Gegensatz dazu bleiben die Bösewichte blass ohne Charisma. Der Söldner Pierce ist zwar gut in Szene gesetzt und Darsteller Boyd Holbrook macht einen hervorragenden Job, dennoch bleibt seine Figur ein einfacher Handlanger. Schade. Action und Geschichte gehen Hand in Hand, zeigen durch viele Kleinigkeiten welche Schwierigkeiten die in die Jahre gekommenen Figuren mit sich selbst haben. James Mangold konzentriert sich auf die Beziehung der Charaktere, ihre Sorgen und Wünsche. All dies gelingt ihm sehr gut, gesetzt in eine düstere dystopische Atmosphäre.Inhaltlich wird auf die Comics ‘Old Man Logan‘ und ‘Death of Wolverine‘ zurückgegriffen, dazu mischt sich mit X-23 eine weitere Figurengeschichte. Entwickelt wurde sie für die Animationsserie ‘X-Men: Evolution‘, doch schnell hatte X-23 erste Comicauftritte.
Diese etwas andere Heldengeschichte, mit einem gebrochenen Logan, der wieder zu sich und eine Art Bestimmung finden muss, ist spannend erzählt. Dazu mischen sich Action, großartige Kämpfe und viele Emotionen. Wunderbar und mit viel Feingefühl auf die Leinwand gebracht. Eine Helden Ara endet und eine neue Beginnt.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: James Mangold
Darsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Dafne Keen, Richard E. Grant
Musik: Marco Beltrami – Kamera: John Mathieson
Länge: 137 Min. / Jahr: 2017

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