[Film] LEGEND OF TARZAN

CONT_Artwork.inddEr ist der König des Dschungels und eine Legende. Dies ist einige Jahre her und der als Tarzan bekannte John Clayton lebt als Lord von Greystoke zusammen mit seiner Frau Jane in England. Den Kongo hat er lange nicht gesehen und weiß nicht, dass sich der Einfluss des belgischen König Leopold dort breitgemacht hat. Sein Vertreter, der skrupellose Geschäftsmann Leon Rom, sorgt dafür die Schätze des schwarzen Kontinents darunter Elfenbein, Felle, Gold, Sklaven und Edelstein zu sammeln. Um an ein Diamantenvorkommen zu gelangen geht er einen Handel mit dem schwarzen Stammesfürsten Mbonga ein. Er soll lediglich den Mörder seines Sohnes Tarzan zu ihm bringen. Derweil will das britische Parlament John Clayton als Sonderbotschafter für Handelsfragen zurück in den Kongo schicken mit der Absicht, König Leopolds Einfluss zu schwächen. Zusammen mit Jane und dem amerikanischen Cowboy George Washington Williams reisen sie in die Heimat. Von ihren kongolesischen Freunden werden herzlich Willkommen geheißen, doch schon in der nächsten Nacht, greifen Rom’s Söldner ein. Sie überwältigen John und nehmen Jane, sowie viele Eingeborene als zukünftige Sklaven gefangen. Williams gelingt es John zu befreien, kann aber nicht verhindern, das Rom mit den Gefangenen auf einem Raddampfer entkommt. Der Lord muss nun wieder zum König werden. Tarzan nimmt die Verfolgung auf und greift dabei auf seine tierischen Freunde zurück. Jane und seine Freunde zu retten und Rom’s Machenschaften zu stoppen wird zum halsbrecherischen Abenteuer.

Fazit:
Edgar Rice Burroughs Romanfigur wurde bereits of verfilmt von Johnny Weissmüller mit seinem kultigen Ruf bis hin zur Disney Animationsfigur. In diese Reihe muss sich auch Hauptdarsteller Alexander Skarsgård einreihen, dessen lange Haare an Christopher Lambert in ‘Geystoke’ erinnern. Optisch passt er als moderner Tarzan und es gefällt, dass seine Hände etwas anders sind. Sie sehen etwas größer, breiter aus, wie jemand der viele Jahre nur auf allen Vieren ging. Die Handlung erzählt zum Glück nicht zum wiederholten Male die Anfänge von Tarzan, sondern setzt ein, wenn er bereits mit Jane zusammen ist. Somit gibt es keine beginnende Romanze, viel mehr muss die Angebetete gerettet werden. Hier ist es Schade, das Margot Robbie zu oft in dieses klassische Schema gedrückt wird. Sie hat zwar Szenen, die ihren Mut und starkes Selbstbewußtsein zeigen, wie Konfrontationen mit Leon Rom. Eine gemeinsame Dinner Sequenz gehört zu den Highlights. Christoph Waltz begeistert als kalter Geschäftsmann, auch wenn er mal wieder den Bösen mimen darf. Der Humor ist leider recht dezent und geht oft von Samuel L. Jackson aus, der sichtlich Spaß an seiner Figur hatte.
Visuell wird viel Action mit tollen Bildern geboten, die eindrucksvoll zeigen, wie wunderschön und tierreich der Kongo einst war. Gerade die Wagenladungen Elfenbein erinnern an die Ausbeutung, was gerne noch deutlicher eingebaut hätte werden können. Gorillas, Elefanten, Löwen und Büffel sind im Computer entstanden und wirken sehr lebendig. Im Vergleich mit zum Beispiel ‘Planet der Affen’ sind die Gorillas nicht ganz so qualitativ und haben eine leichte Unschärfe. All diese Bilder werden mit melodiösen epischen Klängen aus der Feder von Komponist Rupert Gregson-Williams untermalt.
LEGEND OF TARZAN ist ein actionreicher Abenteuerfilm mit großartigen Darstellern. Regisseur David Yates lässt leider Tiefe vermissen und handelt alles viel zu schnell ab, so dass sich die Figuren nicht wirklich entfalten können. Unterhaltung ist durchweg geboten, aber Charme fehlt.

Daten:
Label: Warner Bros
Regie: David Yates
Darsteller: Alexander Skarsgård, Samuel L. Jackson, Christoph Waltz, Margot Robbie
Musik: Rupert Gregson-Williams – Kamera: Henry Braham
Länge: 110 Min. / Jahr: 2016

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