[Film] JOHN WICK 3: PARABELLUM

John Wick hat eine eiserne Regel der Kammer gebrochen, er hat im Continental Hotel seinen Feind getötet. Dies ist eine absolute neutrale Zone der Killergilde. Er wurde zwar reingelegt, doch das spielt keine Rolle. Der Hotelbesitzer Winston gibt ihm lediglich eine Stunde Zeit bis seine Exkommunikation erteilt wird und er zum Ziel für alle Killer wird. Was soll er tun? John beschließt den Ältesten, einer der hochrangigen Anführer der Kammer, aufzusuchen und eine Wiedergutmachung auszuhandeln. Dafür muss er nach Casablanca in Marokko. Über Bringschulden geling es ihn New York zu verlassen, doch unzählige Killer stellen sich ihm in den Weg. Im Casablanca Continental sucht er die Managerin Sophia auf. Sie hilft John seinem Ziel näher zu kommen. Dafür stellen sich ihnen ganze Horden von Gegnern und Killer entgegen. Währenddessen trifft in New York eine Richterin der Kammer ein, die allen Helfern von John Wick unter Druck setzt, darunter Winston und den Bowery King. Sie sollen in sieben Tagen abdanken und einen Nachfolger bestimmt, dazu setzt sie den Killer Zero auf John an. Jeder scheint John Wick zu jagen oder hat er doch noch Freunde?

Fazit:
Das lateinische Sprichwort ‘Si vis pacem para bellum.‘, ungefähr übersetzt: ‘Wenn du Frieden willst, bereite dich auf Krieg vor.’ steht für den Titel PARABELLUM, sowie das auch eine Pistole und dessen Kaliber diesen Namen trägt. Teil 3 schließt direkt an den Vorgänger an, einen langen Rückblick gibt es nicht, somit sollten die Vorgänger bekannt sein. Für sich genommen ist die Handlung nicht kompliziert. John Wick ist auf der Flucht und sucht nach dem Ältesten der seine Exkommunikation aufheben kann. Dabei stellen sich im viele Killer entgegen. Mit der Richterin wird das System und die Assassinenwelt erweitert, sowie dem Ausflug nach Casablanca, wodurch deutlich wird, dieses Killeruniversum existiert weltweit und hat seine Wurzeln im Orient. Auf diese Weise werden aber auch mehr Figuren in die Handlung eingebunden, wie Winston, der Bowery King und Concierge Charon. Dadurch ergibt sich auch viel Action, darunter der coole Kampf im New Yorker Continental. Mit Sofia und ihre Hunden bekommt John sogar für einige Zeit eine Teampartnerin, was nicht nur sehr unterhält, sondern auch grandios inszeniert ist. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die stylischen und coolen Kämpfe, die jegliche Möglichkeiten ausschöpfen und absolut mitreissen. Dabei wird nicht an Brutalität gespart, auch wenn diese gewollt übertrieben wird. Begeistern tut ebenfalls der erweiterte Blick auf die elegante Welt der Killer, sowie von John Wick. Ebenso besonders sind die wunderbaren Schauspieler. Keanu Reeves als unzerstörbarer Kämpfer. Halle Berry als Sofia, die nicht minder hart und aktiv ist wie John, und beeindruckende Kampfszenen hinlegt. Auch Ian McShane als Winston, Lance Reddick als Charon und Laurence Fishburne als Bowery King treten gekonnt ein wenig aus ihrer Konforzone, bleiben aber gefährlich und cool. Anjelica Huston und Jerome Flynn bereichern die Truppe mit charismatischer Persönlichkeit. Wirklich grandios zeigt sich Mark Dacascos als Killer Zero, er bringt John kämpferisch an seine Grenzen und ist ihm ebenbürtig, und gibt Zero noch eine süffisante freundliche Art.
Regisseur Chad Stahelski inszeniert ein visuelles Effektfeuerwerk, das von Beginn an mitreisst und das Wick-Universum erneut erweitert. Alle Darsteller passen perfekt in diese Welt und agieren grossartig miteinander. Die harten Kämpfe hauen um und es begeistert, Wick zusammen mit Sofia kämpfen zu sehen. John Wick ist Baba Jaga.

Daten:
Label: Concorde Filmverleih
Regie: Chad Stahelski
Darsteller: Keanu Reeves, Halle Berry, Ian McShane, Laurence Fishburne
Musik: Tyler Bates, Joel J. Richard – Kamera: Dan Laustsen
Länge: 132 Min. / Jahr: 2019

Siehe: [Film] JOHN WICK KAPITEL 2