[Film] DER DUNKLE TURM

Seltsame Erdbeben und ein unheimliches Naturschauspiel am Himmel beschäftigen die Stadt New York und den Rest der Welt. Niemand weiß, dass der Mann in Schwarz dahinter steckt. Er nimmt Energie aus Kindern und beschießt damit einen gigantischen schwarzen Turm. Jeder Angriff geht mit den Beben einher. Unterstützt wird dieser von Rattenwesen, die sich in menschlichen Körpern verbergen. Diesem gegenüber steht ein Revolvermann. Mit seinen Schießkünsten gelingt es ihm den Mann auf Schwarz abzuwehren. Real oder Nicht? Dies fragt sich der junge Jake Chambers, da er seit dem Tod seines Vaters jede Nacht von dieser verrückten Geschichte träumt. Um die Alpträume zu verarbeiten, zeichnet er all seine Gedanken auf. Seine Mutter und sein Stiefvater machen sich Sorgen, woraufhin sie ihn auf eine besondere Schule schicken wollen. Kurz darauf tauchen zwei Schulvertreter auf. Jake erkennt bei einem Hinweise auf die Rattenwesen aus seinen Träumen und flieht vor ihnen. Aber wohin soll er gehen? Einzige Hilfe scheint der merkwürdige Revolvermann zu sein. Um ihn zu finden sucht er ein altes Haus auf, das er ebenfalls in seinen Träumen sah. Darin findet er ein Portal zu einer anderen Welt. Er landet inmitten einer Wüste. Nach scheinbar endlosem umherwandern findet er den Revolvermann Roland Deschain. Dieser erklärt, Jake habe seinen immerwährenden Kampf gegen den Mann in Schwarz Walter um den dunklen Turm gesehen. Rolands Aufgabe ist es diesen zu beschützen, während Walter ihn vernichten will, um finstere, dämonische Mächte für eine neue, von ihm geschaffene Welt zu befreien. Da Jake starke spirituelle Energie in sich trägt, ist er der Schüssel zu Walters Sieg. Abseits bekommt der Mann in Schwarz mit, wo sich Jake aufhält und beginnt die Jagd. Kann Roland ihn beschützen?

Fazit:
Darauf haben die Fans von Steven King lange gewartet, die als unverfilmbar geltende Buchreihe DER DUNKLE TURM nun als Film zu sehen. Leider werden die Meisten enttäuscht sein, denn die Verfilmung erzählt eine eigene Handlung auf Elementen und Szenen der Vorlage. Dazu wirbt das Filmplakat mit Idris Elba und Matthew McConaughey und dem Kampf zwischen dem Revolvermann und dem Mann in Schwarz, vergisst aber die eigentliche Hauptfigur. Die Handlung wird über den Jungen Jake Chambers erzählt, wodurch ein großer Abschnitt in der realen Welt spielt. Nach seiner Suche nach Roland entwickelt sich dieser zu einem Art Ziehvater und Mentor. Natürlich gibt es auch Konfrontationen zwischen Roland und Walter, die ihren Kampf zwischen Gut und Böse führen. Alles ist wie ein Jugend Fantasy Abenteuer inszeniert und dies wirklich gut. Für sich funktioniert der Aufbau, hat seine geheimnisvollen, mysteriösen und actionreichen Seiten. Erklärungen über den Turm und was der Mann in Schwarz mit dessen Zerstörung bezwecken will, sind gegeben. Walter ist skrupellos und böse, während Roland langsam die Motivation für den Kampf verliert und mit Selbstzweifeln quält. Schade sind die blassen Nebenfiguren wie Tirara, die einfach nur dabei sind, aber keine Rolle spielen. Ebenso bleiben manche Elemente unerklärt, so was es mit den Rattenwesen auf sich hat und warum sie in menschlichen Hüllen stecken. Wirklich gelungen sind die Kampfszenen, denn wie Roland um sich schießt ist echt cool und eindrucksvoll. Mit Elba und McConaughey sind passende Charakterdarsteller besetzt worden, die Roland und Walter die richtige Tiefe allein durch Präsens geben.
DER DUNKLE TURM ist ein rundes gelungenes Jugend Fantasy Abenteuer mit guten Darstellern, packenden Actionszenen und spannender Atmosphäre. Wer darüber hinweg sehen kann, dass es die Vorlage eigens interpretiert, wird sich unterhalten fühlen. Anders gesehen, als echte Verfilmung der Vorlage wird es dieser nicht gerecht und man kann die Fans gut verstehen.

Daten:
Label: Sony Pictures
Regie: Nikolaj Arcel
Darsteller: Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Jackie Earle Haley
Musik: Tom Holkenborg – Kamera: Rasmus Videbaek
Länge: 95 Min. / Jahr: 2017

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