[Film] BOHEMIAN RHAPSODY

Ihre Musik ist legendär und begeistert noch heute Millionen, doch die Geschichte hinter QUEEN hat Licht und Schatten. Es beginnt Anfang der Siebziger. Farrokh Bulsara genannt Freddie jobbt während seines Studiums als Kofferpacker am Flughafen von London. Jeden Moment seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Musik, wobei es ihm die kleine Band ‘Smile’ angetan hat. Als sich dann der Sänger trennt, scheint für die verbliebenen Mitgliedern Brian May und Roger Taylor ihr Musiktraum am Ende. Mit ein wenig Überzeugung gelingt es Freddie als neuer Sänger beizutreten. Seine aussergewöhnliche Stimme, aber auch sein showhaftes Auftreten beeindrucken. Er überredet sie eine Single aufzunehmen, um richtig groß durchzustarten. Zusammen mit dem Bassisten John Deacon gründen sie QUEEN und komponieren den ungewöhnlichen Song Bohemian Rhapsody, einer Mischung aus Oper, Rock und Ballade. Weil zunächst keiner den Song spielen will, wendet sich Freddie an einen unabhängigen, befreundeten Radiosender. Bohemian Rhapsody wird zu einem Riesenhit und läutet die steile Karriere ein. Hit folgt auf Hit, doch insbesondere Freddie, nun Freddie Mercury, sucht nach seinem persönlichen Platz im Leben und wird in die Schattenwelt der Musik aus Alkohol, Sex und Drogen gezogen.

Fazit:
Augenmerk liegt sowohl darauf, die Anfänge der Band, aber auch ihre Höhen und Tiefen zu zeigen, welches gerade mit Freddie Mercury verbunden ist. Sein ungewöhnliches Leben, seine Suche nach sich selbst, seine Eskapaden und gerade seine falschen Freunde beeinflussten QUEEN’s Musikgeschichte. Dies wird eindrucksvoll emotional und deutlich gezeigt, wobei sich die Handlung nicht zu sehr in Kleinigkeiten verliert. Es wird sich auf Eckpfeiler konzentriert und passend für einen Film inszeniert. Dadurch wurden Geschehnisse leicht verändert, umgeschrieben und auch einige Personen ausgelassen. Dies geschah alles in Absprache mit May, Taylor und Deacon, die intensiv am Drehbuch mitwirkten, wodurch das Projekt Jahre in Anspruch nahm. Lange wurde nach passenden Darstellern gesucht, wobei gerade mit Rami Malek ein Glücksgriff gelungen ist. Ihm gelingt es Mercury’s einzigartige Persönlichkeit insbesondere seine Gesten einzufangen und den Zuschauer mitzureissen. Für Regisseur Bryan Singer ist BOHEMIAN RHAPSODY spürbar ein Herzensprojekt und er belebt es durch eine ungewöhnliche visuelle Darstellung, wobei er Blicke aus Musikvideos und Liveaufnahmen benutzt.
Doch für Gänsehaut sorgt gerade die zeitlose, ergreifende Musik. Sie ist der Star, der den Zuschauer packt, sowohl bei den emotionalen Tiefen, aber auch den freudigen Höhen. Für den Film wurde diese nicht neu gesungen, sondern lediglich arrangiert und so verzaubert Freddie Mercury’s Stimme durchweg. Über die Musik erzählt sich die Geschichte QUEEN’s und Freddie Mercury’s. Dies ist genau richtig erzählt und visuell dargestellt, sowie über großartige Darsteller präsentiert. ‘We will rock you‘ möchte BOHEMIAN RHAPSODY.

Daten:
Label: 20th Century Fox
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Rami Malek, Lucy Boynton, Gwilym Lee, Ben Hardy
Musik: Queen – Kamera: Newton Thomas Sigel
Länge: 134 Min. / Jahr: 2018