[Comic] DIE SCHLÜMPFE #3 – SCHLUMPFINE

Die Schlümpfe leben in ihrer Gemeinschaft friedlich und glücklich; haben eine Menge Arbeiten zu erledigen, aber ebenfalls Zeit lustige Feste zu feiern. Zur gleichen Zeit grübelt der böse Zauberer Gargamel in seinem Haus am Waldrand, wie er den kleinen blauen Wesen eins auswischen kann. Da kommt ihm eine Idee. Was kann Männer aus ihrem Konzept bringen? Eine Frau. Als Magier und Alchemist ist es eine Kleinigkeit für ihn aus magischem Lehm und diversen Zutaten eine kleine Schlumpffrau zu meistern. Sein Plan ist es, das diese kleine Dame mit schwarzem, strubbeligem Haar die Schlümpfe infiltriert und Chaos verursacht. Einige Zeit später findet ein Schlumpf das Schlumpfmädchen Schlumpfine einsam und weinend im Wald und bringt sie ins Dorf. Dort sind zuerst alle erstaunt und können nichts mit ihr anfangen. Schlumpfines Charme greift nicht und geht eher nach hinten los. Es gelingt ihr Chaos zu verbreiten, aber ebenfalls nicht gemocht zu werden, was dazu führt, das die Schlümpfe sie ärgern. Schlumpfine verzweifelt und verliert den Lebensmut, da sie sich auch nicht als Schönheit empfindet. Papa Schlumpf nimmt sich ihrer an und verwandelt sie in eine wahre Schönheit mit langem blonden Haar und aufreizendem Augenaufschlag. Plötzlich verlieben sich alle Schlümpfe in sie und werden ihr sogar hörig. Sie sind bereit alles für sie zu tun, wodurch schließlich die Wahrheit ihrer Herkunft ans Licht kommt.
Die zweite Albumgeschichte ‚Schlümpfe in Not‚ beginnt mit der Lebensmittelbeschaffung für den kommenden Winter. Die Schlümpfe sammeln alles, was sie für die Wintermonate benötigen. Als schließlich der Schnee die Landschaften erfüllt, geschieht das Unglück. Ein Feuer zerstört die Vorratskammer, wodurch die Nahrung im Dorf knapp wird. Letztlich bleibt ihnen nichts anderes übrig, als das Dorf zu verlassen, um zu überleben.

Fazit:
Beide Abenteuer in diesem SCHLÜMPFE Album sind absolute Klassiker, wobei gerade ‚Schlumpfine‚ ein Meilenstein durch die Einführung einer Figur, die bis heute ein wichtiger Bestandteil der Schlümpfe Welt ist. Beide Geschichten sind nicht nur gut konstruiert, sondern auch erwachsen und emotional aufgebaut. Es werden ernste Themen angegangen, was heutzutage in Jugendcomics weit seltener ist. In ‚Schlümpfe in Not‚ ist hungern und arm sein Bestandteil der Botschaft. Bei ‚Schlumpfine‚ geht es nicht nur um Lebenswille, auch um ein Teil der Gemeinschaft zu sein, egal ob hübsch oder hässlich. Peyo verharmlost nicht, so will Schlumpfine sogar sterben, weil sie unglücklich ist. Es herrscht Zwietracht im Schlumpfdorf, was es in den modernen Geschichten nur noch abgeschwächt gibt. Am Ende der Geschichte verlässt Schlumpfine das Dorf, um nur gelegentlich in einseitigen Sketschen zurückzukehren. Vielleicht wollte Peyo dadurch erst einmal die alte Ordnung wiederherstellen, doch später lebt sie fest im Dorf. Dies passiert aber erst in den Achtziger und ist der Zeichentrickserie zu verdanken, die die sonst so reine Männerwelt auflockern wollte.
Wie einige der ersten Schlumpfabenteuer wurde ebenfalls ‚Schlümpfe in Not‚ nach seiner Veröffentlichung im Spirou-Magazin 1961 für das Album 1967 neu gezeichnet. Abgesehen von einigen zeichnerischen Details gab es keine Änderungen. ‚Schlumpfine‘ erhielt 1966 seine Magazin- und ein Jahr später eine unveränderte Album Veröffentlichung. Dieses Album ist nicht nur Kult, sondern ein MUSS der Reihe.

Daten:
Autor: Peyo
Verlag: Toonfish Verlag

Vorheriger Band: [Comic] DIE SCHLÜMPFE #2 – SCHLUMPFISSIMUS, KÖNIG DER SCHLÜMPFE
Folgender Band: [Comic] DIE SCHLÜMPFE #4 – DAS ZAUBEREI UND DIE SCHLÜMPFE

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