[Artikel] FAIRY TAIL – ANIME KINO NIGHT

In der wunderschönen Stadt Magnolia im Lande Fiore gibt es eine besondere Gilde. Hier haben sich zahlreiche Magier versammelt und erledigen Aufträge, um Menschen zu helfen. Der Name der Gilde lautet FAIRY TAIL und dies sind ihre Abenteuer.

Die ANIME NIGHT am 29.August 2017 steht ganz in ihrem Licht. Es wurden die ersten drei Episoden der FAIRY TAIL Serie gezeigt und somit die künftige Veröffentlichung von Kazé auf Blu-ray und DVD vorgestellt. Freunde von Hiro Mashima lustiger und actionreicher Fantasy Reihe konnten den Anime erstmal mit deutschen Stimmen sehen.

Was passiert in den ersten Episoden?

„Alles beginnt in der kleinen Hafenstadt Haljion. Ein junger Mann mit Namen Natsu entsteigt zusammen mit der kleinen sprechenden Katze Happy einem Zug. Ihm geht es gar nicht gut, da ihm ständig schlecht in Fahrzeugen jeglicher Art wird. Er sucht in Haljion einen gewissen Salamander, der möglicherweise mehr über seinen verschwundenen Ziehvater Igniel weiß. Dazu sollte gesagt werden, Igniel ist ein echter Drache. In einer anderen Ecke der Stadt begutachtet die hübsche Stellarmagierin Lucy in einem Magieladen zahlreiche Portalschlüssel. Mit diesen kann eine Stellarmagierin einen Geist aus der Stellarwelt rufen, der ihr behilflich ist. Sie selbst ist ausgezogen, um sich einer Magiergilde anzuschließen, besonders angetan ist sie von Fairy Tail. Leider hat sie keine Ahnung, wie sie Mitglied werden kann. Da hört sie von einem Salamander in der Stadt und fragt sich, ob es jener Feuersalamander von Fairy Tail ist. Als Lucy ihn aufsucht, entpuppt sich dieser als angeberischer Magier, der sich von zahlreichen hübschen Mädchen umgarnen lässt. Für einen Moment verfällt sie auch seinem Charme, doch nachdem Natsu sie anstößt, bemerkt sie Salamanders magische Ringe die Mädchen verführen. Nun abgekühlt lässt sie ihn stehen und lädt stattdessen Natsu und Happy zum Dank zum Essen ein. Schließlich hat sein anrempeln den Verführungszauber bei ihr gelöst. Sie schwärmt Natsu von Fairy Tail vor und das sie gerne dazu gehören möchte, lässt Natsu aber nicht zu Wort kommen. Später im Park taucht Salamander auf und lädt Lucy zu seiner Party ein. Erst will sie nicht dahin, aber als Mitglied von Fairy Tail möchte er ihr später den Meister vorstellen und dies überzeugt sie. Doch auf der Party kommt die Ernüchterung. Er hat alle Mädchen betäubt und will diese verkaufen. Dies Schicksal soll auch Lucy teilen. Kann sie das Ruder herumdrehen?

Lucy’s neue Freundschaft mit Natsu und Happy führt zu Fairy Tail und so wird sie ein Teil davon. In der Gilde trifft sie auf viele Magier, die sie schon lange bewunderte. Darunter die Kellnerin und das bekannte Fotomodell Mirajane, den Eismagier Gray, die ständig trinkende Kartenzauberin Kana und schließlich den Großmeister Makarov. Gerade als Natsu sich einen Auftrag vom Anschlagbrett heraussuchen will, kommt der kleine Romeo auf ihn zu, der nicht versteht, warum sein Vater Makao noch nicht zurückgekehrt ist. Um ihm die Sorge zu nehmen machen sich Natsu, Happy und Lucy auf ihn zu suchen. Zuletzt war er in den Schnee bedeckten Bergen gesehen worden. Kaum dort taucht ein riesiges, affenähnliches Monster mit Namen Balkan auf und entführt Lucy. Die versteht nicht, warum sie schon wieder in Schwierigkeiten steckt.
Inzwischen hat Lucy eine eigene Wohnung in Magnolia gefunden, muss sich aber darüber ärgern, dass sich Natsu und Happy unaufgefordert breit machen. Beide haben einen neuen Auftrag im Gepäck. Sie sollen ein Buch aus dem Besitz des Fürsten Ebalu zerstören. Natsu ist sofort Feuer und Flamme. Hier passt es, das der Fürst ein hübsches, junges und blondes Dienstmädchen sucht, kurz genau passend für Lucy. Etwas widerwillig ist sie bereit in die Höhle des Löwen zu gehen.“

Für die Zuschauer war es etwas Schade, dass Episode 3 offen endet. Eigentlich hätte Kazé noch die nächste Episode hinzupacken können, um den Fürst Ebalu Handlungsabschnitt abzuschliessen. Dennoch bieten die drei Episoden viel Unterhaltung und dies nicht nur durch den gelungenen Wort-, Slapstick- und Situationshumor. Es gibt viel Action und dramatische Kämpfe. Umgesetzt sind die ersten beiden Mangabände von Hiro Mashima, erschienen im Carlsen Verlag. Der Anime geht recht schnell zu Sache und sprintet mehr durch die Handlung, zum Glück lässt sich die Handlung im weiteren Verlauf mehr Zeit zur Entfaltung. Dazu ist auch der Humor weit übertriebener und bietet mehr Slapstick. Ist aber auch normal, dass sich eine Serie verändert, wenn einmal die Charaktere vorgestellt sind und mit der Welt mehr gespielt werden kann.
Sehr im Mittelpunkt und im kritischen Auge steht die deutsche Synchronisation, denn bisher mussten die Fans aufs Original mit Untertiteln zugreifen. Bei der Lokalisierung freut es, das Werbetrenner drin geblieben sind und japanische Worteinblendungen mit deutschen Untertiteln erklärt werden. Ziel war es nahe am Original zu bleiben. Namen und die Dialoge wurden zusammen mit dem japanischen Lizenzgeber abgesprochen, um eine genaue und passende Übersetzung zu haben. Natürlich war es ungewohnt Lucy und Natsu in Deutsch sprechen zu hören, doch es wurden gute Sprecher gefunden, die mit viel Begeisterung sprechen.

Zu den Sprechern zählen:
Natsu Dragneel: Julius Jellinek (Yu-Gi-Oh! GX, The Flash)
Lucy Heartfilia: Lina Rabea Mohr (Attack on Titan, Supergirl)
Erza Scarlet: Marieke Oeffinger (Preacher, HighSchool DxD Born)
Gray Fullbuster: René Dawn-Claude (Attack on Titan, Tokyo Ghoul)
Happy: Charlotte Uhlig (Psycho-Pass: The Movie, Girls und Panzer)
Erzähler: Jürgen Kluckert (Transformers: The Last Knight, Life in Pieces)

Von Erza Scarlet, die in den Episoden nicht vorkommt und im Serientrailer nur einen Satz hat, sowie Gray Fullbuster, der lediglich wenige Sätze hat, kann man sich eigentlich kein Urteil bilden. Dafür tobten sich Natsu, Lucy und Happy aus und alle machten einen wunderbaren Job. Zwar hat es Lina Rabea Mohr als Lucy gerade zu Beginn recht schwer Lucy mit leicht verstellter Stimme zu spielen, da sie hier noch viel aufgeregter, quirliger und launischer ist, aber sie passt gut. Auch Julius Jellinek schreit und brüllt wie ein echter Drachentöter. Alles ist sehr lebendig. Klar ist es gewöhnungsbedürftig, wenn man bisher nur die japanische Version geschaut hat, aber diese Eins zu Eins auf Deutsch anzupassen ist unmöglich. Natürlich ist es möglich Stimmen mit ähnlicher Klangfarbe zu finden, doch es sollte bedacht werden, das die japanische Sprache ganz anders betont, gerade bei Emotionen sind diese oft lauter, während in Deutsch leiser vorgegangen wird. René Dawn-Claude spricht übrigens nicht nur den Eismagier Gray, er ist ebenfalls der Synchronregisseur und hat besonders durch ‚Attack on Titan‘ gezeigt, das er auf Lebendigkeit und Nahe zum Original wert legt.

Der Abend im Hamburger Kino war sehr gut besucht und jeder lachte an den richtigen Stellen und fühlte sich unterhalten, was zeigt, dass gute Arbeit geleistet wurde. Ich war begeistert und kann kaum die Blu-ray Veröffentlichung im Oktober 2017 abwarten.

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