[Anime] ONE PIECE – Box 16

Der Krieg auf Marineford zwischen den Whitebeard-Piraten und der Marine ist vorbei. Das Ergebnis ist anders als erwartet. Whitebeard ist an seinen Verletzungen gestorben und wurde vom Piraten Blackbeard seiner Teufelskraft beraubt. Ace konnte zwar von Ruffy befreit werden, doch gab sein Leben als er Ruffy vor der Magmafaust von Admiral Akainu beschützte. Der Verlust hat Ruffy zusammenbrechen lassen und es ist Jinbei zu verdanken, nicht doch noch von Akainu getötet zu werden. Dennoch hat der Kampf Spuren hinterlassen, weshalb er vom Piraten und Chirurgen Trafalgar Law verarztet werden muss. Zur Erholung bringt ihn Boa Hancock zurück nach Amazon Lily. Dort besinnt er sich seiner Kindheit und wie Ace sein Bruder wurde. Nachdem der Pirat Shanks das Windmühlendorf verlassen hat, bringt Garp seinen achtjährigen Enkel Ruffy zur Bergbanditin Dadan. Sie soll sich um ihn kümmern, ihm die ‘Ich werde Pirat’ Flausen aus dem Kopf treiben. Bei Dadan hat Garp noch einen weiteren Jungen untergebracht. Der zehnjährige Ace ist anders als der naive und neugierige Ruffy, er ist kühl, selbstbewußt und abenteuerlustig. Kein Wunder, das sich Ruffy an ihn ranhängt. Täglich verfolgt er ihn auf seinen Touren in den Wald und wird jedes Mal abgehängt. Es dauert einige Zeit bis Ruffy Ace finden kann und staunt nicht schlecht, einen weiteren Jungen vorzufinden. Dessen Name ist Sabo und mit Ace zusammen, ist er gefürchtet unter den Dieben des nahen Grey Terminal, einer riesigen Müllkippe auf der arme Menschen und Verbrecher leben. Ruffy’s Ausdauer ist es zu verdanken, das er sich letztlich doch mit Beiden anfreundet und schließlich die Sakeschalen der Bruderschaft trinkt. Eines Tages wird die Freund- und Bruderschaft in Frage gestellt, als die Vergangenheit Sabo einholt und dem Grey Terminal ein tödliches Schicksal bevorsteht.

Fazit:
Nach dem langen Kämpfen auf Marineford wird die Handlung ruhiger und besinnt sich der Geschichte. Gerade weil die Bruderschaft von Ace und Ruffy so tragisch endet, freut es nun die kindlichen Anfänge mitzubekommen. Diese sind mit viel Humor erzählt, aber lassen sogar in Bezug auf den Grey Terminal Gesellschaftskritik einfließen. Hier wird noch mal das Thema von der zwei Klassengesellschaft aufgegriffen, in der die Adeligen auf die einfachen Menschen als Abschaum und Wertlos herabblicken. Ein Gedanke den Mangaka Eiichiro Oda öfter aufgreift, insbesondere mit den Tenryubito. Die Brudergeschichte dient nicht nur, um der Figur Ace einen würdigen Abschluss zu geben, sondern legt auch Weichen für die Zukunft. Also wartet den ‘Dress Rosa Arc’ ab. Neben dieser Handlung werden die anderen Strohhüte nicht vernachlässigt. Sie wurden von Bartholomäus Bär ebenfalls weggeschleudert und jeder hatte sein eigenes Abenteuer bestritten. Nun wissen sie was Ruffy erlebt hat und wollen zu ihrem Freund und Kapitän. Dies ist sehr emotional gestaltet und verleiht zusätzlich Charaktertiefe. Gerne hätte man ihnen aber auch mehr Zeit geben können. Letztlich läuft alles auf große Veränderungen hinaus und diese werden gespannt erwartet. Überhaupt ist die Handlung lustig und abenteuerreich, ein wenig lehrreich, emotional und spannend. Die umgesetzten Episoden entstammen den Manga Bänden 59 bis 61, veröffentlicht vom Carlsen Verlag. Da ein Anime anders funktioniert sind zahlreiche Szenen wegen dem Fluß erweitert, gleiches bei Dialogen. Dies macht es einfach flüssiger. Bemerkbar ist dies gerade bei den kurzen Handlungen der verstreuten Strohhüte, die im Manga nur wenige Seiten oder als Cover ein Bild hatten. Hier passten die Filler, also Anime exklusive Geschichten wunderbar. Drei gibt es an der Zahl, wobei Folge 506 die Strohhüte zeigt, wie sie aus der Zeitung von Ace Tod erfuhren. Die anderen Beiden erzählen einen neuen Handlungsteil vom jungen Ruffy und Ace, die einem alten Piraten vom Grey Terminal helfen. Wer die Episoden Nummerierung sieht bemerkt das Fehlen von 492. Dies war eine unabhängige Crossover Geschichte mit der Figur Toriko, also zwei Mangatitel treffen aufeinander. Sie fehlt aus rechtlichen Gründen, was mit der Toriko Lizenz zu tun hat.
Die stabile Box ist schön aufgemacht mit tollen Artworks und kommt mit einem Booklet. Darin finden sich Charakterbeschreibungen sowie ein Episodenguide. Der Ton ist wirklich gut ausgesteuert und harmoniert mit der sehr guten deutschen Synchronisation. Jeder Sprecher wurde sorgfältig ausgewählt und passend. Auch das DVD Bild ist deutlich und farbenfroh. Gleichzeitig ist aber gerade bei runden Zeichnungen die 480p Auflösung und Komprimierung zu sehen. Größter Punkt, der immer bei den DVD Box Reviews aufgegriffen wurde, ist das Bildformat welches mit 4:3 angegeben ist. Wobei erwähnt werden muss, dass das japanische Original TV und DVD Bild ein 16:9 Breitbild besitzt. Dieses 4:3 ist in der Box nur bis Episode 404 zu finden, danach also ab 505 ist das Bild identisch mit dem japanischen Original. Nichts fehlt mehr links und rechts. Kurz, inhaltlich sind alle Folgen ungeschnitten, die Folgen 490 bis 504 seitlich geschnitten und ab 505 bis 516 absolut ungeschnitten. So hat man es sich lange gewünscht.
Nach dem langen, tragischen ‘Marineford Arc’ nehmen sich die Kämpfe zurück und es wird wieder eine Charaktergeschichte erzählt. Dazu werden Handlungen eingeflochten, die auf zukünftige Veränderungen hindeuten. Dies ist alles sehr unterhaltend und mit viel Liebe erzählt. Gerade die Kindheit von Ruffy, Ace und Sabo zu beobachten, macht Laune durch Humor, Spannung und Emotionen.

Daten:
Label: Kazé
Länge: 650 Min. / Format: 4:3
Ton: Deutsch 2.0
Extras: Booklet mit Episoden- und Charakterguide

Vorheriger Film: [Anime] ONE PIECE – Box 15
Folgender Film: [Anime] ONE PIECE – Box 17


Bilder: oben – DVD / unten – jap. 16:9

Hier zeigt sich die Format Änderung: Links bis 504, Rechts ab 505

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